Handball: HC Erlangen unterliegt Melsungen mit 25:30

von LeserReporter Jocki Krieg aus Nürnberg
(Jocki_Foto, Erlangen): Nikolas „Katze“ Katsigiannis wuchs mit 17 Paraden über sich hinaus

Die Aufholjagd und kurzzeitige Führung in den ersten Minuten der 2. Halbzeit konnten die Erlanger nicht halten und verloren am Ende mit 25:30 gegen Melsungen

Die Erlanger Bundesliga-Handballer mussten sich im letzten Spiel des Jahres gegen die MT Melsungen geschlagen geben. Trotz einer starken Aufholjagd unmittelbar nach Wiederanpfiff, schafften es die Franken nicht, sich gegen Julius Kühn & Co. durchzusetzen und verloren am Ende mit 25:30 (11:14). Nach einer kurzen Verschnaufspause geht es für den HCE am 9. Januar mit der Wintervorbereitung weiter. Das nächste Heimspiel steht für die Erlanger am 13. Februar gegen die HBW Balingen-Weilstetten.

Melsungen von Anfang an in Führung Das letzte Spiel des Jahres brauchte ein bisschen um in Fahrt zu kommen. Bis sich die 7.129 Fans in der Arena Nürnberger Versicherung das erste Mal für den HC Erlangen freuen konnten, dauerte es fast sieben Minuten, als Sebastian Firnhaber das erlösende 1:2 markierte. Unmittelbar danach drehte Erlangen das erste Mal auf und zeigte, was etwas mehr Geschwindigkeit ausmacht: Johannes Sellin traf zum 2:3. Die Melsunger konnten jedoch immer wieder vorlegen. Aufgrund zwei Treffern in Folge von Bissel und einem von Johannes Sellin blieben die Erlanger aber immer in Schlagdistanz. Das daraus resultierende 5:7 nach elf Minuten war etwas wenig, angesichts der Chancen, die die Franken vergaben. Dennoch hielt dieses Resultat bis zur 15. Minute, als Melsungen erstmals eine Drei-Tore-Führung herausspielte. Diese konnten Petter Overby, Nico Büdel und Christopher Bissel jedoch schnell zugunsten des HCE korrigieren, was nach 17 Minuten in einem 8:9 mündete. Offensiv behielt weiter Melsungen die Oberhand, denn dem HCE unterliefen immer wieder Fehler im Aufbauspiel. Sime Ivic und Büdel trafen in der Folge zum 10:11, was auch bis zur 24. Minute so blieb. Der HCE überzeugte weiterhin in der Abwehr und konnte sich dabei nicht zuletzt auf Torhüter Nikolas Katsigiannis verlassen. Kurz vor der Pause traf dann noch Martin Murawski ins Schwarze, was jedoch Melsungen nicht davon abhielt, ebenfalls nachzulegen. Die 7129 Zuschauer in der Arena Nürnberger Versicherung sahen eine intensive Partei bei der sich beide Teams zur Halbzeit mit 11:14 trennten.

Aufholjagd ohne Erfolg Die zweite Hälfte startete dann jedoch mit einem Paukenschlag. Oder besser gesagt mit drei: Zunächst war es Nikolai Link, der nach kaum 30 Sekunden einnetzte, anschließend waren innerhalb von einer Minute Sellin und Ivic erfolgreich. Ebenfalls direkt gefragt war Keeper Katsigiannis, der in dieser Phase einen Siebenmeter entschärfte. Und so ging es weiter, Bissel schaffte mit seinem dritten Tor die erstmalige Führung des HCE (15:14), der dem Gegner aus Nordhessen derart zusetzte, dass der sich der gegnerische Trainer gleich nach 33 Minuten eine Auszeit nahm. Diese fruchtete offenbar, ging die MT doch direkt wieder mit zwei Toren in Führung. Dank Ivic blieb der HCE dran und verkürzte auf 16:17. Beide Mannschaften lieferten sich einen offen Schlagabtausch. Beim Spielstand von 16:21 rief Adalsteinn Eyjolfsson seine Mannschaft zu sich. Er forderte für die letzten 15 Minuten „mehr Fokus“ und „eine intensivere Abwehrarbeit“ von seinem Team. Angepeitscht vom großartigen Publikum trafen Metzner, Sellin und Büdel nach 43 Minuten zum 19:23. Die Melsunger agierten jedoch souverän und nutzten jeden Fehler der Hausherren eiskalt aus. Eine Mischung, die letztendlich zu einem Sechs-Tore-Rückstand nach 48 Minuten führte. Die Hausherren gaben sich jedoch keinesfalls auf, kämpften in der Abwehr um jeden Ball und stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Haaß, Sellin, Bissel und Ivic konnten sich noch einmal in die Torschützenliste eintragen aber die 25:30-Niederlage nicht mehr verhindern.

Zahlreiche technische Fehler „Wir haben alle einfach ein, zwei Fehler zu viel gemacht“, sagte Christopher Bissel, der von der breiten Spielanlage profitiert hatte und mit einer 100 Prozent Quote fünf Tore erzielt hat. „Die Pause tut uns körperlich sehr gut“, fügte der Außenspieler an, der zudem bestätigte, dass der HCE auf der Phase direkt nach der Pause aufbauen kann. Dies ist nun auch das Ziel in der dreiwöchigen Vorbereitung, die am 9. Januar beginnt. Das nächste Heimspiel bestreitet der HC Erlangen am 13. Februar gegen die HBW Balingen-Weilstetten. Tickets für das erste Heimspiel im Jahr 2020 sind im Online-Shop des HC Erlangen erhältlich. Der Agenturpartner, hl-studios aus Erlangen unterstützt den HC Erlangen mit Medien- und Pressearbeit. Die Werbeagentur engagiert sich seit rund zehn Jahren für den Erlanger Handballsport und ist der Spielerpate von Spielmacher Nico Büdel.

Weitere Informationen dazu: http://www.hc-erlangen.de

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