Augsburger Lehmbaugruppe will Teile der Hermann-Schmid-Akademie übernehmen

Die Augsburger Lehmbaugruppe bietet ihre Unterstützung für Schüler der Hermann-Schmid-Akademie an.

Am Freitag war die Öffentlichkeit über die Schließung der Hermann-Schmid-Akademie (HSA) Ende des Schuljahres informiert worden. Schüler, Eltern und Lehrer wurden davon überrascht. Auch mit der Augsburger Lehmbaugruppe, einem der größten privaten Schulträger in der Region, wurde im Vorfeld kein Wort zu dem Thema gewechselt.

„Wir haben von der Schließung der HSA auch erst am späten Donnerstagabend erfahren.“, berichtet Raphael Brandmiller, Geschäftsführer der Augsburger Lehmbaugruppe. Bis heute habe die HSA keinerlei Bemühungen übernommen, sich bei dem Augsburger Schulträger zu melden. Die Lehmbaugruppe habe am Freitagmorgen begonnen zu überlegen, wie in dieser unglücklichen Situation am besten unterstützt werden kann. So hätten recht schnell ausreichend Kapazitäten geschaffen werden können, um allen Schülern der HSA in den Fachrichtungen Maschinenbau, Mechatronik und Elektrotechnik für das Schuljahr 20/21 an der Technikerschule Augsburg (TA) einen Platz anbieten zu können. "Dabei wird darauf geachtet werden, dass die bestehenden Klassenverbunde nach Möglichkeit erhalten bleiben".

Für die betroffenen Techniker Schüler der HSA gibt es diesen Donnerstag um 15.30 Uhr eine extra Infoveranstaltung in der Technikerschule Augsburg. Ebenso wurde angeboten, die Fachrichtung Bautechnik der HSA durch die Techniker Schule Augsburg zu übernehmen. Da diese Fachrichtung an der Schule bisher noch nicht unterrichtet wird, braucht es hierfür aber die volle Unterstützung der Regierung von Schwaben. „Wir sind mit der Regierung deshalb im Gespräch und hoffen, hier eine gemeinsame Lösung finden zu können“, so Brandmiller. Die nächstgelegenen Standorte für Bautechnik wären in München oder in Kempten. „Es ist aber fraglich, ob hier so einfach Kapazitäten für über 30 zusätzliche Schüler im zweiten Jahr frei wären. Außerdem würde es für die Schüler eine immense Mehrbelastung bedeuten, wenn sie in Zukunft täglich pendeln müssten“, führt Brandmiller weiter aus.

Übernahme der Trägerschaft für die Realschule?

Ebenfalls prüft die Lehmbaugruppe aktuell die Übernahme der Trägerschaft für die Realschule der HSA. Dazu Brandmiller: „Über 200 Schüler aus Ihrer Lernumgebung herauszureißen und auf andere, überfüllte Realschulen zu verteilen, ist ein Unding!“.

Die Lehmbaugruppe würde die Realschule deshalb gerne soweit wie möglich in ihrer aktuellen Form fortführen wollen. „Allerdings wären wir wegen des nun sehr sportlichen Planungshorizonts sehr auf die Unterstützung der Stadt Augsburg, der Regierung von Schwaben und des Kultusministeriums angewiesen. Aber wir hoffen, hier eine gute Lösung finden zu können.“, so Wolfgang Rock, Geschäftsführer der Augsburger Lehmbaugruppe. (pm)

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