Augsburger Tafel schließt, "Corona-Drive-in" erweitert Betrieb

Oberbürgermeister Kurt Gribl sprach am Montag in einer Online-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage

Die Stadt Augsburg hat sich erneut in einer im Internet übertragenen Pressekonferenz zur Corona-Lage an die Öffentlichkeit gewandt.

Inzwischen sind 65 Augsburger positiv auf Covid-19 getestet worden. Das bestätigte Oberbürgermeister Kurt Gribl auf einer Pressekonferenz der Stadt Augsburg am Montag. Zudem sei zwischenzeitlich ein erstes Todesopfer zu beklagen. Bei der verstorbenen 90-Jährigen handle es sich um eine Frau mit Vorerkrankung. Es sei aber keine Verbindung zur Altenhilfe, und damit nicht zu Altenheimen, bekannt, betonte der OB.
 
Die Fallzahlen gehen deutlich nach oben: 13 neue Befunde seien es am Vortag gewesen. Dies sei der höchste Anstieg, seit diese Statistik geführt werde, erklärte Gribl.
 
Der Oberbürgermeister ging auch erneut auf die Stichwahl am kommenden Wochenende ein. Bis zu 100 000 Wahlunterlagen sollen bis Dienstag verschickt sein, insgesamt müssten 250 000 Wahlberechtigte erreicht werden. 
 
Der Stimmzettel müsse dann bis zum 26. März zur Post gebracht werden. Wer das zeitlich nicht schaffe, weil die Zustellung der Unterlagen womöglich später erfolge, könne seinen Wahlzettel auch später einwerfen, dann allerdings nur in die Wahlpostfächer am Rathaus und an den Bürgerbüros. 

„Corona-Drive-in“ intensiviert seinen Betrieb

Ordnungsreferent Dirk Wurm lobte, dass sich die meisten Menschen an die Regelungen der Ausgangsbeschränkung hielten, und berichtete über den sogenannten „Corona-Drive-in“ am Unteren Talweg, der ab Dienstag unter veränderten Rahmenbedingungen seinen Betrieb intensivieren werde. Kontaktpersonen 1, also solche, die vom Gesundheitsamt an jene Stelle verwiesen werden, würden dort nach wie vor von 8 bis 10 Uhr getestet. Von 10 bis 18 Uhr werde künftig die Kassenärztliche Vereinigung Personen mit Symptomen untersuchen. Diese Personen sollen sich nach der Kontaktaufnahme mit ihrem Hausarzt –wenn dieser einen Corona-Test empfehlen sollte – an die Rufnummer 116-117 wenden. Dort bekommen diese auch eine Pin. Nur wer eine Pin habe, werde getestet.
 
Wirtschaftsreferentin Eva Weber wies auf ein Konzept hin, über das der Augsburger Einzelhandel Produkte online anbietet. Wer also im Internet etwas bestellen wolle, solle lieber auf augsburg-city.de schauen, anstatt bei den großen Online-Händlern zu kaufen. Ein ähnliches Konzept gebe es für Augsburger Gastronomie-Betriebe. Viele, die früher nicht geliefert hätten, hätten nun auf Lieferservice umgestellt.
 
Zum Thema Schutzmasken berichtete Weber, dass einige Unternehmen sich am Wochenenden bei der Stadt gemeldet hätten. Deren Angebot: Die Anfertigung zusätzlicher Schutzmasken. Die Wirtschaftsförderung der Stadt stelle nun die Verbindung mit dem Klinikum her.

Tafel muss Angebot einstellen, Stadt springt ein

Ein weiterer Bereich, der der Stadt zu schaffen macht, ist die Augsburger Tafel, die  ihr Angebot einstellen muss, da viele Helfer  zu Risikogruppen gehören. Nun springt die Stadt ein. Für die Bedürftigen ändere sich dabei nichts, so Weber. Die Logistik werde allerdings eine andere sein. Auf dem Messegelände soll nun eine Konfektionierung stattfinden. Das heißt: Dort werden Lebensmittel- und Hygiene-Pakete gepackt. Diese werden dann an die bekannten Ausgabestellen gefahren und mit frischen Produkten der Tafel angereichert.
 
Diese Woche laufe noch alles wie gehabt, in der nächsten Woche habe die Tafel geschlossen. Ab dem 7. April greife das neue Konzept. (jaf)

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