Megathema Mobilität: JU diskutiert mit dem Verkehrsminister

von LeserReporter Ludwig Lenzgeiger aus Adelsried
Vertreter der JU im Landkreis Augsburg mit dem Kreisvorsitzenden Ludwig Lenzgeiger (3.v.r.) und Staatsminister Dr. Hans Reichhart (2.v.r.)

Meitingen. Bei der Klausurtagung der Jungen Union Augsburg Land konnte Kreisvorsitzender Ludwig Lenzgeiger nicht nur den örtlichen Bürgermeister Dr. Michael Higl in Meitingen begrüßen, sondern auch den Bayerischen Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr Dr. Hans Reichhart. Die Jungpolitiker diskutierten mit ihm über die Mobilität im Landkreis Augsburg und stellen Forderungen für die Zukunft auf.

„Mobilität ist für unseren Landkreis ganz ohne Zweifel ein Megathema, egal ob jung, ob alt. Wir sind der Überzeugung, dass die Antwort auf die Frage, wie wir den Verkehr im Landkreis aber auch zwischen den Landkreisen und Städten organisieren, die Zukunft unserer Heimat entscheidend beeinflusst“, stellt Kreisvorsitzender Ludwig Lenzgeiger zur Thematik fest. Der JU sei es dabei ein besonderes Anliegen, gerade den ländlichen Raum zukunftsfest einzubinden, um die Dörfer und Kleinstädte im Landkreis attraktiv für Jugendliche und junge Familien zu machen.

„Es kann aus unserer Sicht nicht sein, dass man in jungen Jahren oder im Ruhestand gezwungen ist, aufgrund schlechter Anbindung seinen Heimatort zu verlassen, wenn man eigentlich in der Region bleiben möchte. Es muss ob für den Weg zur Ausbildungsstelle, Schule, Arbeit oder zum Studium ein dichteres Mobilitätsnetz geschaffen werden, so bleibt unser Landkreis langfristig attraktiv“, erläutert der stellvertretende JU-Kreisvorsitzende Jonas Deuringer die Position der Jungen Union. Dahingehend betonen die Jungpolitiker besonders, dass verschiedene Verkehrsmittel nicht gegeneinander ausgespielt werden dürften. „Die Mobilität der Zukunft setzt sich aus unserer Sicht ebenso aus dem Automobil wie aus Zug, Bus, Fahrrad oder bislang noch wenig oder nicht bekannten Technologien zusammen, weshalb für uns ganz klar ist, dass wir die Chancen aller Verkehrsmittel betrachten müssen und keines pauschal verdammen dürfen“, betont wiederum Lenzgeiger.

Perspektiven der Mobilität im Landkreis

Die Landkreis-JU übergab dem Verkehrsminister schließlich eine Resolution zur Mobilität im Landkreis Augsburg, um die Unterstützung seitens des Ministeriums, auch durch Reichharts Nachfolgerin, für den Landkreis zu sichern. Kernpunkte sind dabei der zeitnahe, bürgerfreundliche und effiziente Ausbau der Bahnstrecke zwischen Augsburg und Ulm im Verbund mit der Schaffung des dritten Gleises in Dinkelscherben. Außerdem betont die JU die Notwendigkeit des zusätzlichen Ausbaus des dritten Gleises nach Donauwörth, die Ertüchtigung der Bahnhöfe im Hinblick auf Barrierefreiheit, insbesondere in Meitingen und Bobingen als großen Umschlagplätzen. Ein weiterer wichtiger Punkt wäre aus Sicht der Jungen Union der Ausbau des Gersthofer Bahnhofes als Umsteigebahnhof und damit einhergehend eine dichtere Taktung für die Züge im Landkreis. Bezüglich der Autobahn A8 fordert die Nachwuchsorganisation der CSU die Ausstattung der Strecke mit Telematikanlagen zur intelligenten Verkehrsregelung und damit zur Steigerung der Verkehrssicherheit und zur Lärmreduktion. Zur Verbesserung des Individualverkehrs ge-rade nach München und Augsburg regen die Jungpolitiker in der Resolution die Schaffung von zusätzlichen Parkplätzen an zentralen Verkehrsumschlagpunkten an, um den Umstieg auf die Bahn oder den Bus attraktiver zu machen. Dabei dürften die Gemeinden allerdings nicht allein gelassen werden, sondern mindestens der Verkehrsverbund sei in der Pflicht, den Bau zu begleiten und gegebenenfalls Pendelverkehr mit Bussen zu begleiten. Letztere seien auch als Alternative zum regulären und oft aufgrund geringer Flexibilität und der Fahrtaktung nicht attraktiven Busverkehr des AVV zu stärken. Dafür müssten die Gemeinden verstärkt über die Einrichtung von Rufbussystemen informiert werden und diese dem-entsprechend auch finanziell unterstützt werden. Schließlich regen die jungen Christsozialen die Schaf-fung des 365-Euro-Tickets im AVV an, das allerdings auf lange Sicht nicht allein für Schüler und Studen-ten geschaffen werden sollte, sondern mindestens auch für Senioren und Auszubildende verfügbar sein müsse.

„Mobilität ist eine Zukunftsfrage und ihre Komplexität darf nicht unterschätzt werden. Als ersten Schritt regen wir deshalb die Erstellung eines Verkehrskonzeptes für den Landkreis und den Verkehrsverbund an, in dem offene Fragen geklärt, Probleme erfasst und verschiedene Antworten diskutiert werden. Neben fachlicher Debatte müssen hierbei bereits die Vertreter der Kommunen mit eingebunden werden, so lassen sich die richtigen Weichen für die Zukunft unseres Landkreises stellen“, resümiert Ludwig Lenzgeiger abschließend die Initiative der Jungen Union.

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