So hat Augsburg gewählt: Wer darf in den Stadtrat und wer muss draußen bleiben?

So ist die Sitzverteilung im neuen Stadtrat.

Nachdem nun alle Stimmen für die Stadtratswahl ausgezählt sind, ist klar: Auch die CSU musste deutliche Einbußen hinnehmen, auch wenn sie stärkste Kraft im Augsburger Rathaus bleibt. Und jetzt steht auch fest, dass es künftig sogar 14 Gruppierungen im Stadtrat geben wird. Von den 15 zur Wahl angetretenen Listen ist es nur der gemeinsamen Liste von Polit-WG und Demokratie in Bewegung nicht gelungen, einen oder mehrere Vertreter ins Stadtparlament zu entsenden.

Die Augsburger haben sich damit eine reichlich bunte Truppe ins Rathaus gewählt. FDP, Pro Augsburg, ÖDP, Augsburg in Bürgerhand, Generation Aux, Die Partei, V-Partei³ und WSA sind jeweils mit einem Sitz vertreten. Die Linke hat zwei Sitze, die Freien Wähler drei und die AfD vier. Die SPD hat im Vergleich zu 2014 vier Sitze eingebüßt und muss sich mit neun zufriedengeben.

Nur noch 20 der insgesamt 60 Sitze entfallen auf die Christsozialen. In der Wahl 2014 hatten sie sich 23 Sitze gesichert, durch verschiedene Zugänge und Wechselspiele während der vergangenen sechs Jahre hat die CSU aktuell sogar 28 Sitze. Mit dieser Dominanz ist mit Beginn der neuen Amtsperiode am 1. Mai erstmal Schluss. Zweitstärkste Kraft sind die Grünen mit 14 Sitzen bei 23,4 Prozent der Stimmen.

Da noch die Stichwahl am 29. März zwischen Eva Weber (CSU) und Dirk Wurm (SPD) aussteht und somit noch nicht klar ist, wer künftig Oberbürgermeister ist, wollen sich die Kandidaten nicht zu möglichen Koalitionen äußern. Aktuell führt eine Koalition aus CSU und SPD mit den Grünen als Kooperationspartner die Stadt. Da sich Eva Weber nach ihrem guten Abschneiden im ersten Wahlgang ausdrücklich bei der Mitbewerberin der Grünen Martina Wild für den fairen Wahlkampf bedankt hat und sich beide Parteien aus der aktuellen Stadtregierung schon kennen, scheint ein neuerliches schwarz-grünes Bündnis nicht völlig ausgeschlossen – für den Fall freilich, dass Eva Weber die Wahl gewinnt.

Eine große Koalition nach altem Verständnis, also aus CSU und SPD, hätte alleine keine Mehrheit und müsste sich einen dritten Partner suchen. Rein rechnerisch wäre sogar eine Rückkehr zu einer Regenbogenregierung wie zwischen den Jahren 2002 und 2008 unter SPD-OB Paul Wengert denkbar. Doch aufgrund der argen Zersplitterung im Stadtrat scheint das wirklich nur eine rechnerische Lösung zu sein.

Für die CSU sind künftig im Stadtrat Eva Weber, Ruth Hintersberger, Gerd Merkle, Peter Uhl, Bernd Kränzle, Leo Dietz, Peter Schwab, Benedikt Lika, Ralf Schönauer Ralf, Sabine Slawik, Hella Gerber, Astrid Gabler, Vanessa Scherb-Böttcher, Bernd Zitzelsberger, Thomas Weitzel, Josef Hummel, Thomas Lidel, Horst Hinterbrandner, Matthias Fink und Andreas Jäckel. Die Grünen sind vertreten durch Martina Wild, Reiner Erben, Peter Rauscher, Verena von Mutius-Bartholy, Deniz Anan, Melanie Hippke, Franziska Wörz, Pia Haertinger, Matthias Lorentzen, Christine Kamm, Serdar Akin, Sabrina Koch, Stefan Wagner und Marie Rechthaler.

Peter Hummel, Regina Stuber-Schneider Johann Wengenmeir sitzen für die Freien Wähler im Stadtrat. Andreas Jurca, Raimond Scheirich, Friedrich Baur und Markus Striedl vertreten die AfD. Dirk Wurm, Stefan Kiefer, Margarete Heinrich, Sieglinde Wisniewski, Florian Freund, Anna Rasehorn, Jutta Fiener, Gregor Lang und Tatjana Dörfler sind die Vertreter der SPD. Frederik Hintermayr und Christine Wilholm sind für die Linkspartei im Stadtrat. Komplettiert wird das Gremium von Lars Vollmar (FDP), Beate Schabert-Zeidler (Pro Augsburg), Christian Pettinger (ÖDP), Bruno Marcon (Augsburg in Bürgerhand), Raphael Brandmiller (Generation AUX), Lisa Mc Queen (Die Partei), Roland Wegner (V-Partei³) und Peter Grab (WSA).

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