Zupacken und Zukunft gestalten: Sebastian Bernhard und Georg Winter mit den Bürgern im Gespräch

von LeserReporter Ludwig Lenzgeiger aus Adelsried
Direkter Draht nach München: Bürgermeisterkandidat Bernhard lud Landtagsabgeordneten Georg Winter zum Zukunftsgespräch für wichtige Projekte der Gemeinde

Adelsried. Bürgermeisterkandidat Sebastian Bernhard und die CSU luden zum Zukunftsgespräch mit den Adelsrieder und Kruichener Bürgern. Zu Gast war Georg Winter, Mitglied des Landtages, der bereits für die Umgehungsstraße große Fördertöpfe für den Holzwinkel aktivierte. Im Mittelpunkt standen das Naturfreibad, die Neugestaltung des Ortskerns und die zukünftige Verkehrslage.

Bürgermeisterkandidat Sebastian Bernhard konnte zum ersten Zukunftsgespräch der Adelsrieder Christsozialen über 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger begrüßen. Der große Andrang sei Beleg dafür, dass die Themen den Bürgern auf den Nägeln brennen, so Kandidat Bernhard zur Begrüßung. „Ich möchte die Dinge, die das Dorf bewegen, aufgreifen, möchte mit den Bürgern darüber sprechen und deren Ansichten mitnehmen. Zupacken und Zukunft gestalten, dafür treten wir in den Dialog mit den Adelsriedern und Kruichenern“, stellte Sebastian Bernhard zu Beginn das Format und seine politische Zielsetzung vor.
Georg Winter aus dem bayerischen Landtag stellte dem vollen Saal im Anschluss Gedanken zu Chancen und Möglichkeiten zur Zukunftsgestaltung der Gemeinde vor. „Adelsried und Kruichen haben ein großes Potenzial und Chancen, damit sind auch entsprechende Herausforderungen verbunden. Ich möchte aber Mut machen, die Zukunft anzupacken und mit einem motivierten und jungen Bürgermeister ist dahin der erste Schritt getan“, leitete Georg Winter seine Präsentation zu den Themen ein.

Freibad mit den Bürgern: „Warum sollte nicht jeder Bürger eine Chance haben, mitzubestimmen?“

Dass das Freibad eine enorme Chance darstellt, darüber waren sich die anwesenden Bürger und die Kommunalpolitiker einig. Georg Winter skizzierte kurz die aktuellen Entwicklungen der Verhandlungen und verdeutlichte, dass im Gespräch mit Landwirtschaftsministerin Kaniber, das er vermittelte, ein wichtiger Schritt gelungen sei. So könne man nun mit einer Förderung von bis zu 64 % der förderfähigen Kosten rechnen, wobei diese nun noch zu ermitteln seien. Bei der bislang vorliegenden Grobschätzung lägen die Gesamtkosten bei rund 4,2 Millionen Euro, förderfähig wären wohl etwa 3,5 Millionen. Angesichts der kritischen Stimmen aus der Bevölkerung, die sich zum Betreibermodell, zur Zufahrt, zu Parkflächen und zur Verteilung der Kosten auf die Trägergemeinden zu Wort meldeten, betonten auch Sebastian Bernhard und Georg Winter, dass es noch ein ambitionierter Weg zum Bad sei. „Viele Bürger sind skeptisch und das ist nachvollziehbar. An uns lautet die Botschaft, dass wir belastbare Zahlen brauchen und das Projekt als Ganzes durchdenken müssen. Das geht nur mit Transparenz und Ehrlichkeit“, merkte Bernhard an. Die Aufgabe der Kommunalpolitik sei es genau auf die Bedenken der Bürger Antworten zu finden und ein schlüssiges Gesamtkonzept vorzulegen, mit Leben zu füllen und zu präsentieren. „Dann kann ich mir gut vorstellen, eine Bürgerbefragung zum Thema Bad abzuhalten, denn warum sollte nicht jeder Bürger eine Chance haben, mitzubestimmen?“, erläutert der Bürgermeisterkandidat seine Idee zu einer Bürgerbefragung über das Thema „Freibad“, dem er grundsätzlich positiv gegen-überstehe. Was davor noch an Maßnahmen zur Klärung der Kosten und der Organisation getroffen werden müsse, das gelte es jetzt anzupacken.

Verkehrsentlastung und Ortsumgehung: Vorausdenken und die Aufgaben angehen

Winter konnte ferner berichten, dass sich die Bauarbeiten an der Umgehungsstraße nach Plan entwickelten und er optimistisch der termingerechten Fertigstellung und Verkehrsfreigabe entgegensehe. Sebastian Bernhard dankte in diesem Zusammenhang dem Abgeordneten ausdrücklich für seine großen Verdienste hierbei. Dass das derzeit größte Straßenbauprojekt im Landkreis Augsburg mit einer über-schaubaren finanziellen Beteiligung des Holzwinkels angesichts der Kosten von rund 24 Millionen Euro zustande gekommen sei, habe man vor allem Winter zu verdanken, so Bernhard. „Wir wissen deine Unterstützung in der Vergangenheit wirklich zu schätzen. Wir freuen uns aber auch auf deine Unterstützung bei zukünftigen Projekten“, erläuterte Bürgermeisterkandidat Sebastian Bernhard im Hinblick auf die bevorstehende Umwidmung der Staatsstraße durch Adelsried und damit verbundene Möglichkeiten der Ortsgestaltung. Hier gelte es jetzt schon vorauszudenken, Pläne zu schmieden und ins Gespräch mit den Entscheidungsträgern zu treten, um dann konzentriert die Herausforderungen anzugehen, gab der Landtagsabgeordnete aus dem Nachbarstimmkreis Augsburg-Land-Dillingen den Bürgern und zahlreichen erschienen Kommunalpolitikern aller Fraktionen mit auf den Weg.

Die Feuerwehr nicht aus dem Blick verlieren

In Fragen der Ortskerngestaltung meldete sich zudem Markus Furnier, Kommandant der Adelsrieder Feuerwehr, zu Wort. Bei allen großen Aufgaben und Ideen, vor denen das Dorf derzeit stehe, ob Freibad, Kindergartensanierung, Schulanbau oder die Gestaltung der Ortsdurchfahrtsstraße, bitte er darum, eine der Kernaufgaben, nämlich den Schutz der Bürger, nicht aus den Augen zu verlieren. „Unser Feuerwehrgebäude entspricht nicht mehr den Standards der Zeit und wir werden in naher Zukunft neue Fahrzeuge benötigen“, erläuterte Furnier. Bürgermeisterkandidat Sebastian Bernhard nutzte diese Gelegenheit direkt, um ein Fachgespräch zum genauen Investitionsbedarf zu vereinbaren und sagte den Feuerwehrlern seine Unterstützung zu. „Das Dorf ist euch für euren Einsatz dankbar. Ihr seid da, wo es brennt und brenzlig wird. Dass ihr dazu auch angemessen ausgerüstet sein müsste, versteht sich von selbst“, so Bernhard.
Nach diesem intensiven Austausch über die Zukunft der Gemeinde schloss Kandidat Bernhard die Veranstaltung motiviert: „Auf unsere Gemeinde kommen viele große Aufgaben zu. Wir haben die Zukunft unserer Heimat in der Hand, wir haben Mut zu Visionen und wir packen tatsächlich an. Zur Ehrlichkeit gehört es, dass wir alle Wünsche nur Stück für Stück erfüllen können. Um Prioritäten zu setzen, braucht es Dialog und um den Willen der Bürger umzusetzen, möchte ich Bürgermeister werden.“

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