Freistaat fördert Ausbau Schwabmünchens Fuggerstraße

von LeserReporter Christian Kruppe aus Schwabmünchen
Bauminister Hans Reichhart (Mitte) beim Eintrag ins Goldene Buch Schwabmünchens mit Bürgermeister Lorenz Müller (links) und Staatsekretärin Carolina Trautner (rechts).

Von Chrisitan Kruppe Schwabmünchen

Einen symbolträchtigeren Platz zur Übergabe des Förderbescheids zum nächsten Ausbauschritt der Schwabmünchner Fuggerstraße hätte es kaum geben können. Im auf die Sanierung wartenden Alten Rathaus durfte sich Bayerns Bauminister Hans Reichhart erst ins Goldene Buch der Stadt Schwabmünchen eintragen, ehe er den Förderbescheid über 960 000 Euro an Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller weiterreichen durfte.

Dabei konnte Bauminister Reichhart vom Alten Rathaus aus einen optimalen Blick auf die „Zweiteilung“ der Schwabmünchner Innenstadt werfen. Nach Süden zeigt sich der schmucke Stadtplatz und der ausgebaute Teil der Fuggerstraße samt der modernen Gebäuden der „Neuen Mitte“. Nach Norden sind das Alte Rathaus und das ehemalige „Ihr Platz“-Gebäude und die „alte“ Fuggerstraße zu sehen. Alle drei liegen noch in einer Art Dornröschenschlaf und warten auf die bald beginnende Sanierung.

Dieser Dornröschenschlaf im Herzen von Schwabmünchen dürfte bald zu Ende sein. Denn nicht nur der Ausbau der Fuggerstraße – die Fahrspur wird schmäler, dafür die Gehwege breiter und charmanter – soll voraussichtlich nach Ostern beginnen. Nachdem nun auch der Bauantrag zur Rathaussanierung endlich genehmigt ist, geht es auch an dieser Stelle weiter.

Doch schon ab Ostern werden die Bagger vor dem Alten Rathaus anrollen, sofern in Sachen Ausschreibung alles klappt. Um dies mit zu finanzieren, bekommt Schwabmünchen Geld aus dem Städtebauprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Einen entsprechenden Bescheid hatte Bauminister Hans Reichhart im Gepäck. „Unser großes Ziel ist es, wieder Leben in die Städte zu bringen. Wir wollen den Donut-Effekt vermeiden, bei dem rund um die Ortskerne Wohngebiete und Einkaufsmöglichkeiten entstehen und im Innern nichts mehr los ist“, so der Minister.

Dabei zeigt sich Reichhart auch dankbar, „dass sich Schwabmünchen auf diesen durchaus steinigen und langen Weg gemacht hat. Denn nicht immer ist man dabei einer Meinung und auch die Abwägung, ob es sich das alles wirklich lohnt ist nicht einfach“, so der Minister weiter. Das sich der Ausbau lohnt, bestätigt Bürgermeister Lorenz Müller: „Es fällt auf, dass seit dem ersten Ausbau viel mehr Menschen in der Innenstadt zu sehen sind.“ Zudem lobte Müller die gute Zusammenarbeit mit der Regierung von Schwaben als Förderstelle. „Es ist ja nicht unser erstes Projekt mit Geldern aus der Städtebauförderung. Insgesamt knapp fünf Millionen Euro haben wir schon bekommen. Robert Schenk von der Regierung von Schwaben gab das Lob zurück und hob vor allem die „hohe Bereitschaft zur Zusammenarbeit der Stadt hervor. Auch Staatssekretärin Carolina Trautner freute sich über das Fördergeld und die geplante Maßnahme. „Man sieht schon an den bisherigen Maßnahmen, dass die Schwabmünchner das annehmen“, so Trautner.

So geht es weiter

Die Ausschreibung zum weiteren Ausbau der Fuggerstraße ist schon veröffentlicht. Bis Ende März können interessierte Firmen ihre Angebote abgeben. Dann soll der Stadtrat über die Vergabe der Aufträge entscheiden. Stadtbaumeister Stefan Michelfeit erklärt hierzu: „Der Ausbau ist in zwei Bauabschnitten ausgeschrieben, allerdings als ein Auftrag für eine Firma.“

Dann soll nach Ostern die Baustelle beginnen. Der erste Bauabschnitt setzt an schon sanierten Teil an und wird bis zum Abzweig der Frauenstraße reichen und soll bis zum Jahresende fertig sein. Im kommenden Jahr geht es dann mit dem südlichen Teil der Frauenstraße und dem Rest der Fuggerstraße bis zum Rathaus weiter. Nötig wurde die Zweiteilung vor allem auf Grund der sogenannten Sparten, den Versorgungsleitungen. „In der Fuggerstraße liegen mit die ältesten Gasleitungen in der Stadt. Dazu kommt die große Zahl der Anwesen. Denn es wird nicht nur der Hauptstrang erneuert, sonder auch die Hausanschlüsse. Das dauert einfach“, erklärt Isolde Mair, Leiterin des Tiefbauamtes.

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