Schwabmünchner Feuerwehr: DA, WO’s brennt

Das Gebäude des AWO eignet sich hervorragend für Übungen der Feuerwehr.

„Alarm! Feuer im Schwabmünchener AWO-Seniorenheim!“ Schon ist das Martinshorn zu hören und um die Ecke biegen Einsatzkräfte in großen, roten Löschfahrzeugen. Was so echt aussah, war in Wirklichkeit nur inszeniert von der Feuerwehr höchstpersönlich.

Diese hatte sich das leer stehende Gebäude an der Alpenstraße – das Heim befindet sich mittlerweile in einem Neubau an der Marie-Juchacz-Straße - für eine Großübung mit zwölf Feuerwehrfahrzeugen und insgesamt mehr als 140 Helfern ausgesucht. Die AWO Schwaben stimmte als Hauseigentümerin zu, ganz zur Freude der Floriansjünger. „Wir haben das Objekt heuer schon für rund 20 Übungen verwendet, weil es so vielseitig und einmalig ist. Auch Rettungshundestaffeln haben schon die Personensuche im Gebäude geübt und waren begeistert“, erzählt Stefan Missenhardt, stv. Kommandant der Feuerwehr Schwabmünchen.

Szenario mit 19 "Verletzten" und sechs "Todesopfern"

Die Einsatzkräfte kamen diesmal aus Schwabmünchen, den Ortsteilen sowie aus Langerringen und Hiltenfingen. Auch der Rettungsdienst mit Einsatzleitung und Schneller Einsatzgruppe (SEG) sowie die Integrierte Leitstelle (ILS) in Augsburg waren in das Szenario eingebunden, da es 19 Personen – allesamt realistisch als Verletzte geschminkt - medizinisch zu versorgen galt. Schwabmünchens Polizeichef Gernot Hasmüller begab sich ebenso an den Ort, um die sechs „Todesopfer“ (alles Puppen) polizeilich zu behandeln, Fahrwege freizuhalten und den Helfern den nötigen Platz zum Arbeiten zu verschaffen.

Wie Einsatzleiter und Kommandant der Schwabmünchener Feuerwehr, Hubert Prechtl, informierte, wird die Wehr nun die Übung analysieren, um Erkenntnisse zu gewinnen, wie insbesondere das Zusammenspiel der technischen und medizinischen Rettung bei großen Schadensereignissen noch weiter optimiert werden kann. Und die AWO Schwaben? „Wir freuen uns einfach nur, dass wir dazu beitragen konnten, solche umfangreichen Einsätze noch effektiver zu machen. Als Träger von 25 Seniorenheimen und 40 KiTas ist das zudem ganz in unserem eigenen Interesse“, sagt Vorstand Marion Leichtle-Werner. 

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