Wagemutig in die kalten Fluten der Wertach

von LeserReporter Christian Kruppe aus Schwabmünchen
Der Sprungturm sorgte für viel Spaß

Ruhig, beinahe gemütlich fliesst die Wertach am Dreikönigstag dahin. Die Lufttemperatur liegt irgendwo um die null Grad, das Wasser des Flusses ist mit knapp drei Grad auch reichlich frisch. Bestenfalls also ein Wetter, dass zu einem Spaziergang in der Sonne einlädt. Ans Baden denkt da eher niemand. Jedenfalls fast. Denn 30 Wagemutige stiegen zum Dreikönigsschwimmen der Wasserwacht in die kalte Wertach. Halbwegs geschützt durch einen Neoprenanzug stiegen sie an der Uferausweitung südlich der Wertachau in das kalte Nass, um gut eineinhalb Kilometer zur Station der Schwabmünchner Wasserwacht zu schwimmen. Der stellvertretende Vorsitzende der Kreiswasserwacht Augsburg Land, Hans-Thomas von Albert erklärt, dass da nicht nur Spaß dahinter steckt: „Wir wollen der Bevölkerung zeigen, dass wir auch bei diesem Wetter einsatzbereit sind.“ Trotzdem war auch für den Spaß einiges geboten. Drei junge Mitglieder der Wasserwacht Schwabmünchen – Julian Dobler, Michael Mayer und Franziska Schmid – haben aus Paletten und alten Reifen ein riesiges Floß samt Sprungturm gebaut. Dieses wurde von den Schwimmer auch rege genutzt. Gut eine Stunde waren sie bei geringer Strömung unterwegs, angefeuert von mehreren hundert Zuschauern am Ufer, schwammen sie gut gelaunt den Fluss hinab.
Am Ziel wartete dann ein selbstgebauter Pool mit richtig warmen Wasser als Lohn für die Strapazen. Zudem versorgte die Schwabmünchner Wasserwacht Schwimmer wie Gäste mit Glühwein, Punsch und heißer Suppe.
Thomas Haugg, Geschäftsführer des Rot-Kreuz-Kreisverbands Augsburg freut sich nicht nur über die gelungene Aktion, sonder auch über das gute Zusammenspiel der einzelnen Gruppen des Roten Kreuzes und dem THW. Denn ohne deren Unterstützung ist dieses Event nicht möglich. Die Wasserwacht aus Meitingen verstärkte die Kollegen aus Schwabmünchen mit einem Boot, so dass drei Wasserfahrzeuge die Sicherheit der Schwimmer gewährleisten konnten, die Rot-Kreuz-Bereitschaft Schwabmünchen war mit Helfern und einem Fahrzeug vor Ort um im Notfall schnell Hilfe leisten zu können. Das THW stellte ein beheiztes Zelt, damit die Teilnehmer sich im Warmen umziehen konnten. Alles natürlich ehrenamtlich, wie die komplette Arbeit der beteiligten Organisationen.

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