Die feierliche Atmosphäre hielt nicht lange

von LeserReporter Christian Kruppe aus Schwabmünchen
Blumen für Ehefrau Gisela und viele lobende Worte für Altlandrat und Ehrenbürger Karl Vogele gab es von Schwabmünchnes Bürgermeister Lorenz Müller zum 80. Geburtstag Karl Vogeles.

Nach den lobenden Worten wurde es in der Sitzung des Schwabmünchner Stadtrats schnell sachlich.

Es war nicht nur wegen des Auftakts eine besondere Sitzung des Schwabmünchner Stadtrats. Denn diesmal begann der Abend mit einem lockeren Empfang und lobenden Worten. Denn die Stadt ließ Altlandrat und Ehrenbürger Karl Vogele auf Grund seines 80. Geburtstags noch einmal hoch leben. Bürgermeister Lorenz Müller zeigte nochmals auf, wie sehr der gebürtige Langerringer und „Wahl-Schwabmünchner“ positiven Einfluss auf die Entwicklung der Stadt genommen hat.

Nach den ehrenden Worten wurde es schnell sachlich. Ein Vertreter der Firma SETEC erläuterte die hydraulische Rohrnetzberechnung für das Schwabmünchner Trinkwassernetz. Dabei konnte er fast nur Gutes berichten. „Das Netz ist in einem sehr gutem hydraulischen Zustand“, wurde festgestellt. So waren auch die vorgeschlagenen Verbesserungen überschaubar. Hierbei soll Mittelstetten besser versorgt werden und eine Verbindung vom Wasserturm und Riedstraße über die Krumbacher Straße als Westspange dienen. Ersteres ist schon beauftragt, das Zweite in der groben Vorplanung.

Ebenfalls schnell abgehakt war der Beschluss zur Ausführungsplanung des Leader-Projekts „Blühende Gärten“ am Luitpoldpark. Da dass bis Ende Oktober 2021 abgerechnet sein muss, wird im diesem Jahr noch der Wegebau durchgeführt, so dass im kommenden Frühjahr die Pflanzarbeiten umgesetzt werden können.

Hitziger wurde die Stimmung dann bei den ersten Schritten der Umsetzung des Nahmobilitätskonzepts. Zu Beginn verwies Bürgermeister Lorenz Müller nochmals auf eine von einem Schwabmünchner initiierte Unterschriftenaktion gegen Tempo 30 auf allen Straßen. Hier stellte er auch klar, dass dies nicht geplant sei. Geplant ist die in anderen Bereichen. Im April hatte der Stadtrat beschlossen, das Nahmobilitätskonzept als strategische Leitlinie zu sehen und zeitgleich die Verwaltung beauftragt, die ersten Konzepte dazu zu entwickeln. Doch dies war nur ein Teilerfolg. Während die Erweiterung der zwischen Luitpoldpark und Fuggerstraße liegenden Tempo-30-Zone auf die Frauenstraße und den Menkinger Weg ebenso wie der nördliche Teil Mittelstettens schnell als richtig und sinnvoll beschlossen war, harkte es in der Jahnstraße so richtig. Hier boten sich mehrere Möglichkeiten an, von der klassischen Zone 30 über eine Temporeduzierung bis zu einer Fahrradstraße, wie im Konzept angedacht.

Nach einer langen und hitzigen Diskussion fiel die Wahl mit der knappen 13:12 Mehrheit auf die Fahrradstraße. Hauptkritikpunkt der Gegner war hierbei, dass es noch keinen beschließbaren Vorschlag zur Weiterführung der Fahrradstraße gibt, während es den Befürwortern einfach wichtig war, einen ersten Schritt zu tun. Ein weiterer Verlauf wäre in der Ferdinand-Wagner und Museumsstraße möglich gewesen, doch hier fiel das mehrheitliche Votum auf einen sogenannten verkehrsberuhigten Geschäftsbereich. Dort soll dann Tempo 30 gelten und das Parken nur auf ausgewiesenen Flächen möglich sein.

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