"Innen - Außen": Beatrice Schmucker stellt ihre Werke im Rathaus Stadtbergen aus

von LeserReporter Jutta Kaiser aus Neusäß
Über viel Resonanz und Anerkennung kann sich die Künstlerin Beatrice Schmucker freuen, die derzeit im Rathaus Stadtbergen ausstellt.

27Arbeiten zum Thema "Innen - Außen" der Malerin Beatrice Schmucker gibt es nun für Besucher und Mitarbeiter in den Gängen des Rathauses Stadtbergen zu sehen. Die meisten ihrer Werke sind in diesem Jahr entstanden, denn im Lockdown während der Corona-Pandemie habe sie mehr freie Zeit gehabt als geplant und dabei auch die Möglichkeit, sich nicht nur mit ihrer Kunst, sondern auch mehr mit sich selbst zu beschäftigen, erklärt die Künstlerin.

Nach wie vor ist das Hauptthema Schmuckers die menschliche Figur. Auf den Menschen in seinem Inneren und Äußeren hat sie sich mit ihren Bildern der neuen Ausstellung „Innen – Außen“, konzentriert. Dabei möchte sie mit dem Teiltitel „Innen“ die innere Haltung und Reflexion auf das Dasein der Menschen darstellen, im Gegenzug dazu zeigt sie das „Außen“ als Erweiterung der eigenen Person und die Bezugnahme zur Umwelt. „Diese Aufgespanntheit zwischen den beiden Polen erzeugt Spannung und die Grenzen zwischen den Gegensätzen scheinen oftmals fließend zu sein“, so Schmucker. Auch der Natur habe sie sich schon immer gerne zugewandt und diese im Laufe der Zeit immer bewusster erlebt und künstlerisch verarbeitet.

Aber auch das aktuelle Zeitgeschehen greift die Künstlerin in ihren Werken auf. Auf dem Bild „Creepy Things“ flirren wenig vertrauenerweckende Art, insektenähnliche, fremdartige Flugobjekte um eine schwarze, zentrale Figur. Die bedrohliche Lage mit Corona, die uns seit vielen Monaten tagtäglich beeinträchtigt, habe sie zu diesem Bild inspiriert, erklärt die Künstlerin.

Wie gewohnt sei Schmucker in ihrer Arbeit so lange kompromisslos gewesen, bis das Ergebnis sie selbst vollkommen überzeugte. Bei den Ausstellungsbesuchern sollen beim Betrachten ganz eigene Emotionen hervorgerufen werden. Insbesondere der Einsatz von hell-dunkel Kontrasten unterstützt die beiden gewählten Themenwelten, die frei und abstrakt interpretiert werden. Ihre Figuren und Naturstrukturen entstehen mit wenigen kraftvollen Pinselstrichen, die mittels Kohle, Pigmenten und Kreide bearbeitet werden. Geändert hat sich ihr Umgang mit Farbe. Wenn sie auch nach wie vor starke Kontraste mit schwarz-weiß bevorzugt, so ist bei ihren neuesten Werken der vermehrte Einsatz von Farbe hinzugekommen. Es ist ihr Ansinnen, dass sie, die eigentlich von der Zeichnung kommt, künftig mehr malerisch arbeiten möchte. Ergänzt und abgerundet wird die Bilderausstellung von einer kleinen Reihe an Tonarbeiten.

Die Ausstellung ist noch bis zum 27. November im Rathaus Stadtbergen zu den Öffnungszeiten zu sehen. Am offenen Sonntag, 15. November, ist die Künstlerin von 11 bis 15 Uhr persönlich vor Ort. Die Anmeldung erfolgt über die E-Mail-Adresse der Stadt Stadtbergen, vor Ort gibt es eine Liste, in die man sich eintragen kann. Es gelten Maskenpflicht und die üblichen Hygienemaßnahmen. Wer einfach einmal vorbeischauen möchte, der kann am Rathaus klingeln und erhält dann Einlass zur Ausstellung.

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