Neue Leiterin für die Stadtbücherei in Stadtbergen und Leitershofen

von LeserReporter Jutta Kaiser aus Neusäß
Einen Ort an dem sich Jung und Alt wohlfühlen, soll die Stadtbibliothek Stadtbergen werden, wünscht sich die neue Leiterin Stefanie Frommberger.

Kaum hatte Stefanie Frommberger ihr neues Amt übernommen, musste die Bücherei wegen Corona geschlossen werden.

Der langjährige Büchereileiter Thomas Werthefrongel verabschiedete sich in Altersteilzeit, seit dem 1. Februar leitet Stefanie Frommberger die Stadtbücherei in Stadtbergen und Leitershofen. Allerdings konnte sie sich nur kurz in ihre neuen Aufgaben einarbeiten, denn bereit sechs Wochen später musste die Bücherei wegen Corona schließen. Seit Mitte Mai ist die Bücherei aber wieder geöffnet.

Bücher faszinieren sie bereits seit frühester Kindheit, somit war es nicht verwunderlich, dass sie sich für das Studium Bibliothekswesen entschied. Allerdings hat sie dann in diesem Beruf lediglich ein Jahr gearbeitet und dann die Richtung gewechselt, erzählt sie, begann ein zweites Studium und ging beruflich den Weg zur technischen Dokumentation mit Onlineprojekten und arbeitete schließlich 15 Jahre im Online-Marketing. „In der heutigen Zeit online-affin zu sein, ist nicht das Schlechteste“, sieht sie diese Zeit positiv und dennoch zog es sie zurück zu ihren Wurzeln. Als sie hörte, dass die Stadt Stadtbergen eine neue Leitung für ihre Stadtbibliothek sucht, bewarb sie sich – und erhielt die Zusage. Nach 30 Jahren will die 45-jährige Mutter von Zwillingssöhnen nun frischen Wind und neue Ideen in die Stadtbücherei bringen. Die Bücherei solle ein Ort der Begegnung werden, wünscht sie sich, ein Ort, an dem sich aller Altersgruppen wohlfühlen. Auch ein Lesercafé mit Sitzgelegenheiten auch vor dem Bibliotheksgebäude möchte sie schaffen. „Die Bücherei ist ein Ort, an dem viele unterschiedliche Menschen zusammentreffen, ohne einen Termin zu haben oder verabredet zu sein“, erhofft sie sich hier, weitere Kommunikation zwischen den Lesern zu fördern.

Auch neue Veranstaltungen sind bereits in Planung. Eine davon, ein Kerzenscheinkonzert mit zwei Cellistinnen, ist für 12. November geplant. Weitere konkrete Angebote hat sie sich allerdings noch nicht getraut anzubieten. „Hinsichtlich Corona ist alles noch ziemlich ungewiss“. Dennoch plant sie bereits voraus. So möchte sie gerne regelmäßige Vorlesungen in Kombination mit Basteln für Kinder sowie ein Bilderbuchkino, bei dem die Bilder auf einer Leinwand zu sehen sind und die Geschichte dazu vorgelesen wird, anbieten.

Damit es den Kindern der Stadt in den Sommerferien nicht langweilig wird, startet in dieser Zeit der Lese-Club in Zusammenarbeit mit der Parkschule. Dabei dürfen Kinder gelesene Bücher bewerten und werden dafür mit Büchergutscheinen oder Eintrittskarten ins Stadtberger Bad belohnt. Ab August werden auch Tiptoi-Spiele verliehen und als Highlight wird es „Die lustigen Taschenbücher“ geben mit witzigen Geschichten von Micky Maus und Co.

Konkret umgesetzt wurde auch bereits im Bereich Hobby die Anschaffung von Sachbüchern für Erwachsene mit Themen wie Garten, Wohn- und Lifestyle oder DIY. Besonders freut sich Frommberger, dass ihr erstes eigenes Projekt, eine Rückgabebox, in der die Leser rund um die Uhr alle Medien einwerfen können, so großen Anklang findet. Was als Angebot während Corona für als Rückgabemöglichkeit rund um die Uhr von online bestellten und in einer Büchertasche kontaktlos abgeholten Bücher gedacht war, soll weiterhin angeboten werden.

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