Region: Augsburger Land

Ferienprogramm in Stadtbergen: Viel Spaß trotz Corona-Einschränkungen

von Freier Mitarbeiter Jutta Kaiser aus Neusäß
Vor allem Sport- und Spielangebote im Freien waren in diesem Jahr beim Ferienprogramm angesagt und so hatten alle viel Spaß mit Basketball, Tischtennis und wie auf dem Bild bei gemeinsamen Gymnastikstunden in der Sonne.

Kleinere Gruppen und zusätzliche Räume in der Leitershofer Schule bereichern das Betreuungsangebot für die Kinder in Stadtbergen.

Eine Kindergruppe werkelt intensiv an verschiedenen Batikarbeiten, eine andere misst sich bei einem Geschicklichkeitsspiel und ein Stück weiter toben sich einige gemeinsam bei Gymnastikübungen aus. Auf dem Areal der Parkschule in Stadtbergen herrscht gute Stimmung.

Die Leiter des Ferienprogramms Josua Neumann und Katrin Jalil freuen sich, dass das Angebot mit all den vorgegebenen Hygienemaßnahmen gut klappte. „Bis Pfingsten wussten wir gar nicht, ob das Ferienprogramm auch wirklich stattfinden könnte“, erklärten die beiden Macher. Während in anderen Jahren bereits ab März mit den Betreuern viele Ideen besprochen und vorbereitet wurden, musste diesmal kurzfristig ein Ferienprogramm "gebastelt“ werden. Und dennoch ist das Angebot trotz ungewohnter Voraussetzungen gelungen.

Statt der üblichen drei Wochen Ferienprogramm wurden sechs Wochen angeboten, nicht zuletzt, um die Eltern, die teilweise keinen Urlaub mehr hatten, zu entlasten. Wie auch zu normalen Zeiten der großen Ferien, war in den ersten drei Wochen viel los. „Es hat gut funktioniert“, zogen Neumann und Jalil erleichtert Bilanz. Um den Corona-Vorgaben gerecht zu werden mussten aus üblicherweise drei Gruppen neun Kleingruppen mit jeweils zwei Betreuern gebildet werden und die Betreuerschulung hinsichtlich der Corona-Vorgaben ergänzt werden.

Bei den Spielangeboten wurde vor allem nach Spielen ohne Kontakt gesucht. Basketball war möglich, jedes Kind erhielt einen eigenen Ball, der unverzüglich nach Abgabe desinfiziert wurde. Auch Tischtennis konnte stattfinden, Rundlauf war aber verboten und der eigene Schläger mitzubringen. Die Umsetzung der Hygienemaßnahmen lief letztlich so gut, dass diese weitgehend auch in Zukunft beibehalten werden sollen, genauso wie die zusätzliche Nutzung der Räume der Leitershofer Schule in diesem Jahr.

Besonders gut angekommen sind Mottotage wie „Ab in den Wald“ oder „Wilder Westen“. Diese wurden aber an Beliebtheit von den angebotenen Ausflügen übertroffen, haben die Leiter des Ferienprogramms erfahren. Da die Erlaubnis für Busfahrten erst spät gekommen war, machten die Stadtberger Ferienkinder zunächst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln eine Stippvisite im Augsburger Zoo, der dann ein Busausflug zum Soccerpark in Rehling und zum Wildpark in Poing folgten. Froh sind Neumann und Jalil, dass das Wetter weitgehend mitgespielt hat. „Da Corona draußen nicht so ansteckend ist, waren wir mit den Kindern viel im Freien. Allerdings war es immer schwierig, darauf zu achten, dass die Kinder – vor allem in Bewegung – die gebotenen Abstände einhielten."

Letztlich gelang es trotz aller Widrigkeiten in diesem Jahr, für die Stadtberger Kinder schöne und unterhaltsame Sommerferien zu gestalten. Die Angst von Neumann und Jalil, dass die Kinder mit falschen Erwartungen in das Ferienprogramm kommen und durch die notwendigen Abstriche enttäuscht sein könnten, hatte sich nicht bewahrheitet. „Es war wie immer“, freuten sie sich.

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