Filmvorführung: Das Leben der Anna Pröll

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus zeigt die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Schwaben am Donnerstag, 21. März, ab 13 Uhr im AWO-Haus der Familie (Goethestraße 12 in Stadtbergen, Sitzungssaal im 1. Stock) den Dokumentarfilm „Anna ich hab‘ Angst um dich“. Gedreht hat ihn Josef Pröll unter wissenschaftlicher Begleitung des Historikers Wolfgang Kucera. Der Regisseur ist bei der öffentlichen Filmvorführung persönlich dabei und beantwortet im Anschluss gerne Fragen. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Erzählt wird die mutige Lebensgeschichte der Augsburger Ehrenbürgerin Anna Pröll und ihrer Familie. Der Film ist ein spannendes Dokument über Widerstand, Zivilcourage, über Liebe, Leid und Lebensziele. „Anklagen“ ist nicht Aufgabe des Films. Auch der „erhobene Zeigefinger“ gehört nicht dazu. Aber nur das Gedenken an die Opfer ist zu wenig. "Die Würde des Menschen ist unantastbar, das ist das Erbe aus dieser Zeit“, so der Regisseur.

Anna Pröll leistete während der Zeit des Nationalsozialismus aktiven Widerstand. Sie war 17 Jahre alt, als sie verhaftet wurde. Über das Untersuchungsgefängnis „Katzenstadel“ in Augsburg und das Gefängnis Aichach kam sie in das Konzentrationslager Moringen. Insgesamt befand sie sich 4,5 Jahre im Frauengefängnis und im Konzentrationslager. Dort war sie die Jüngste. Nur durch die Solidarität der anderen Frauen, die ihr immer wieder Essen zusteckten und auf sie besonders achteten, hat sie Moringen überlebt.

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