Region: Augsburger Land

Gestrandet in Stadtbergen: Circus Renz hofft auf Spender

Die Kamele weiden untertags auf der Wiese neben dem Sportplatz.

Keine Vorstellungen, keine Einnahmen: Für den Circus Renz ist die Corona-Pandemie besonders schlimm. Derzeit sitzen Artisten und Tiere in Stadtbergen fest.

Der Circus Renz campiert gezwungenermaßen schon seit einer Weile am Sportplatz Stadtbergen. Aufgrund der zurzeit geltenden Corona-Regeln musste der Betrieb eingestellt werden und nun sitze der Zirkus auf unbestimmte Zeit dort fest, wie Fernando Renz, der Sohn des Zirkusdirektors Ernst Renz, berichtet. Bereits im März, als sie in Rain am Lech gastierten, verhinderte die Corona-Pandemie die Vorstellungen und Weiterreise des Familienbetriebs. Bis sie dann weiterziehen konnten, verbrachte die Familie Renz mit ihren Tieren die Zeit dort auf einem landwirtschaftlichen Grundstück und wurden von den Ortsansässigen mit Futter für die Tiere und Geldspenden unterstützt. Da sie nun wieder nicht spielen können und so die Einnahmen ausbleiben, ist der Betrieb auch weiter auf Spenden angewiesen.

Normalerweise bietet der Zirkus eine 90-minütige Show in der die Trapezkünstler, der Schlangenmensch, der Feuerschlucker, wie auch der Clown gemeinsam mit ihren Tieren ihre Talente präsentieren. Doch von den geplanten Aufführungen konnten nur zwei in Stadtbergen stattfinden und weitere wurden aufgrund neuer Infektionsschutzregelungen unterlassen. Das Zirkuszelt wurde abgebaut und die Artisten warten auf Rückmeldungen wegen eines neuen Stellplatzes.

Im noch verbleibenden Zelt, welches zur Verfügung gestellt wurde, nachdem der Sturm Sabine ihres beschädigte, verweilen gerade die Tiere des Betriebs. Dort kommen zum Einen die zwei Kamele Ivan und Achmet unter, die man untertags auf der Wiese neben dem Sportplatz an der Panzerstraße beim Weiden bewundern kann. Auch die vier Pferde, die zwei Miniponys Däumling und Nils sowie die beiden Lamas Bebi und Babi halten sich zurzeit dort auf. Trotz der schwierigen Lage musste sich die Familie laut Fernando Renz noch von keinem ihrer Tiere trennen. Trotzdem wird um Unterstützung in Form von Spenden gebeten. (sl/md)

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