Versuchte Brandstiftung an Flüchtlingsunterkunft in Villenbach – nun ermittelt Kripo

Die Kriminalpolizeiinspektion Dillingen hat die weiteren Ermittlungen zu den Brandfällen übernommen (Symbolbild).

Am Wochenende mussten Polizei und Feuerwehr wegen Brandfällen in Villenbach ausrücken. Wie das Polizeipräsidium Schwaben-Nord am Montag mitteilt, gehen die Ermittler von versuchter Brandstiftung aus.

In zwei Fällen wurden die Einsatzkräfte laut Polizeibericht zu einem von Flüchtlingen bewohnten Anwesen in der Bäckergasse in Villenbach gerufen. In der Unterkunft leben derzeit knapp 20 Personen.

Am Samstag hatte ein Anwohner des Mehrfamilienhauses zunächst gegen 21.45 Uhr einen brennenden Müllsack vor dem Eingangsbereich des Hauses bemerkt. Noch vor Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte konnte der Bewohner den Müllsack selbst löschen, sodass ein Übergreifen der Flammen auf den Eingangsbereich verhindert werden konnte. Nur einen Tag später kam es am Sonntag gegen 17.30 Uhr erneut zu einem Brandfall. Auch in diesem Fall stellte ein Anwohner einen brennenden Müllsack im Außenbereich des Hauses fest "und konnte diesen selbständig löschen", so die Polizei. "Ein Eingreifen der Feuerwehr war nicht erforderlich."

Zum derzeitigen Ermittlungsstand müsse davon ausgegangen werden, dass die Müllsäcke vorsätzlich in Brand gesteckt wurden. Die Kripo Dillingen hat daher die weiteren Ermittlungen zu den Brandfällen übernommen.

Die Kriminalpolizei Dillingen bittet unter der Telefonnummer 09071/56-0 um Zeugenhinweise vor allem zu folgenden Fragen: Wer hat zu den angegebenen Tatzeiten Beobachtungen im Umfeld der Unterkunft in der Bäckergasse gemacht? Wem fielen möglicherweise Fahrzeuge oder Personen im zeitlichen Vorfeld der Brände im Umfeld der Unterkunft auf? (pm)

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