Einführung in das Thema Bitcoin

von LeserReporter Carmen Tiedke aus Solnhofen

1. Installieren

Die Installation funktioniert unter Windows sehr einfach, wie üblich mit einem Installationsprogramm. Auf Linux einfach entpacken (Kommando: tar -xvzf bitcoin-x.y.z-linux.tar.gz), es braucht nicht weiter installiert werden, denn alles bleibt im selben Verzeichnis. Dazu entweder ein Bitcoin-Verzeichnis im eigenen Benutzerverzeichnis anlegen (etwa ~/bin/bitcoin) oder systemweit am besten im "/opt"-Bereich unterbringen. Eine Mac-Installation sollte entsprechend einfach sein.

2. Erstes Starten

Beim ersten Starten verbindet sich die Bitcoin-Software mit anderen laufenden Programmen (Knoten). Ist das gelungen, startet eine längere Phase intensiven Herunterladens der bisherigen Block-Kette. Je nach Internetverbindung kann das bis zu mehreren Stunden dauern.

An Sie adressierte Überweisungen erscheinen erst als bestätigt, wenn der entsprechende Block heruntergeladen wurde. Dieser Verwaltungsaufwand der verteilten Block-Kette ist notwendig für die Sicherheit im Peer-to-Peer-System. Jedes teilnehmende Programm überprüft die Korrektheit der Transaktionen und deren Signaturen. Die Blöcke bilden eine Signaturenkette, d.h. um den neuesten Block überprüfen zu können und absolute sicher gegen Veränderungen und Manipulation zu sein, müssen zuerst alle Blöcke seit Beginn des Systems einmal überprüft worden sein. Obwohl das beim ersten Mal recht aufwendig erscheint, ist das nur einmal nötig. Im normalen Betrieb ist das Programm recht genügsam und verbraucht wenig Ressourcen. Auf Windows zieht es sich beim Minimieren auch optisch unauffällig in den Infobereich der Taskleiste zurück.

Je ein Knopf für eine Ansicht und gezielte Aktion: Übersicht, Überweisen, Empfangen, Transaktionen, Adreßbuch. Unten in der Statusleiste werden Übersichtsinformationen angezeigt: Anzahl der Verbindungen zu anderen Bitcoin-Teilnehmern (typischerweise 8) und die Anzahl der bereits heruntergeladenen Blöcke. Ein kleines Symbol zeigt an, ob die Blockkette aktuell ist oder noch synchronisiert wird.

3. Erste Transaktion - geschenkte Bitcoins

Unter folgender Adresse gibt es tatsächlich geschenkte Bitcoins für alle Neulinge: Free Bitcoins Einfach die eigene Bitcoin-Adresse kopieren und dort einfügen. Ein paar Minuten später erscheinen ein paar Bitcoin-Cents in den Gutschriften. Eine eigene Adresse bekommt man bei der Ansicht "Bitcoins empfangen". Dort kann eine Adresse in die Zwischenablage kopiert werden. Beispielsweise funktioniert ein libra profit system bot genau nach diesem Prinzip, hier Weiteres https://de.libra-profitsystembot.com

Es wird empfohlen für jeden Empfang eine neue Adresse zu erzeugen und diese dem jeweiligen Partner zukommen zu lassen. Eine nur einmalig verwendete Adresse bietet höchstmögliche Privatheit. Wird eine Adresse mehrfach verwendet, kann jeder, der diese Adresse kennt nachsehen, wieviele Zahlungen an diese Adresse eingegangen sind.

4. Erste Überweisung

Für den Test können Sie die erhaltenen Bitcoin-Bruchteile gleich wieder an den Betreiber der Freebitcoin-Seite zurücksenden, oder auch an eine andere Adresse. Auf "Überweisen" klicken und im Überweisungsfenster die Adresse und den Betrag eintragen. Senden - Fertig. Einfacher als jedes Online-Banking.

5. Ein paar Details

Der Geldbeutel

Das ist eine spezielle Datei. Dorthin werden Ihre Bitcoin-Adressen und damit indirekt auch ihr Guthaben gespeichert. Die sog. wallet.dat liegt im privaten Teil ihres Benutzerverzeichnisses. Da jeder mit Zugriff auf dieser Datei Ihre Bitcoins verwenden kann, sollte ähnlich gut darauf aufgepaßt werden wie auf eine echte Brieftasche. Am besten ist es, die Datei zu verschlüsseln. Diese Funktion hat die Bitcoin-Software seit Version 0.4. Sie kann im Menü aktiviert werden unter [Einstellungen] → [Brieftasche verschlüsseln].

Einstellungen

Die meisten Optionen sind selbsterklärend bis auf die beiden letzten: Ein SOCKS4-Proxy ist im Normalbetrieb nicht notwendig. Mit dieser Option kann ein Anwendungs-Proxy eingestellt werden, über den der Datenverkehr laufen soll. Das kann nötig sein bei internen Netzwerken, die mit einer Firewall geschützt sind und externen Verkehr nur kontrolliert über einen SOCKS-Proxy erlauben. Der andere Anwendungsfall dafür ist eine Installation des Tor-Systems, das Internetverkehr über ein P2P-Netzwerk anonymisiert. Meistens wird dieser Proxy auf dem eigenen Rechner installiert, deswegen lautet die Voreinstellung: 127.0.0.1 für die Standard-Rückkoppelungs-Adresse.

Außerdem läßt sich noch eine Transaktions-Gebühr einstellen. Zuvor wurde gesagt, Bitcoin-Überweisungen seien kostenlos. Das stimmt auch. Jedoch kann es sein, daß Transaktionen mit einer Gebühr schneller verarbeitet werden, insbesondere zu Zeiten mit hohem Verkehrsaufkommen (momentan ist das Netzwerk aber noch weit von solchem Datenverkehr entfernt.) Diese Option dient vor allem für die Zeit, wenn keine Münzen mehr erzeugt werden, damit weiter ein Anreiz besteht, um Blocks mit signierten Transaktionen zu lösen. Ein guter Wert ist 0,01 Bitcoin pro Überweisungs bzw. Kilobyte.

6. Wie komme ich an Bitcoins?

Am besten indem Sie Ihre Waren oder Dienstleistungen gegen Bitcoins anbieten. Das stärkt die Bitcoin-Wirtschaft, die derzeit gerade im Entstehen ist. Sie können sofort teilhaben an dieser neuen Entwicklung. Sehr geeignet sind Bitcoins v.a. für Internetgeschäfte und digitale Waren, E-Books, Software, Dienstleistungen, usw. Es gibt zunehmend auch Internetshops die handfeste Produkte verkaufen. Wenn Sie ein Geschäft betreiben und Bitcoins akzeptieren können Sie sich kostenlos in der Liste von Annamestellen eintragen. Auch ist es möglich über diese Webseite an BTC zu gelangen: https://de.the-bitcoin-evolution.com

Außer über Einnahmen können Sie Bitcoin auch auch auf speziellen Märkten im Tausch gegen andere digitale und staatliche Währungen kaufen bzw. verkaufen. Die Funktionsweise ist unterschiedlich. Manche Märkte funktionieren ähnlich wie Forex-Handel mehr oder weniger automatisiert, andere vermitteln Käufer und Verkäufer direkt, wieder andere funktionieren vergleichbar mit Wechselstuben. siehe die Liste von Wechselstellen

Erzeugen: Grundsätzlich können Bitcoin auch "erzeugt" werden. In den frühen Versionen der Software gab es dazu noch eine Option.

Das wurde aber entfernt, bzw. tief in manuelle Konfiguration vergraben, weil es sich nicht mehr lohnt. Das Programm versucht, eine rechenaufwendige Lösung für ein Problem (sog. Proof-of-Work) zu finden, um als erstes einen Block von Transaktionen signieren zu dürfen. Dabei wird der Prozessor voll ausgelastet. Als Belohnung für diese harte Aufgabe winken 50 Bitcoins. Mit dieser Aufgabe wird die Integrität der Transaktionen und somit die Sicherheit für aller Teilnehmer sichergestellt. Doch um wieder nüchtern zu werden angesichts solcher Aussichten, "Geld zu erzeugen": Mit einem durchschnittlichen PC besteht so gut wie keine Chance, die Belohnung zu erhalten. Professionelle "Miner" ("Bergbauarbeiter" entsprechend der Gold-Analogie) haben bereits rechenmächtige Grafikkartenchips auf die Aufgabe angesetzt. Die beste Art Geld zu verdienen ist auch bei Bitcoin: Wertschöpfung. Wer es trotzdem mit dem sog. Mining versuchen möchte, findet im Internet dazu genügend technische Anleitungen und spezielle Software.

Hinweis zur Privatsphäre

Die Bitcoin-Adresse ist rein zufällig und hat nichts zu tun mit Ihnen, Ihrem Computer oder Ihrer Internetadresse. Tatsächlich ist es der öffentliche Schlüssel eines Schlüsselpaars (s. Asymmetrische Verschlüsselung bei Wikipedia) Wie schon erwähnt werden alle Transaktionen von anderen Bitcoin-Programmen gegengeprüft. Dazu werden sie im Netzwerk verteilt und veröffentlicht. Es gibt auch eine Internet-Oberfläche, um das einzusehen unter blockexplorer.com.Wenn Sie dort die Adresse aus der ersten Transaktion einfügen, können Sie diese einsehen. Das bedeutet: Jeder, der eine Bitcoin-Adresse von Ihnen kennt, kann alle Beträge einsehen, die auf diese Adresse eingezahlt wurden. Soll das nicht möglich sein, erzeugen Sie einfach eine neue Adresse. Das Erzeugen von Adressen hat noch einen weiteren Vorteil: Jeder Adresse kann eine Notiz beigefügt werden.

Damit läßt sich z.B. auf einfache Weise der Eingang erwarteter Zahlungen kontrollieren. Für jeden ausgehenden Bezahlvorgang verwendet das Programm immer automatisch eine neue Adresse. Zwei Anwendungsfälle: Ein öffentlicher Spendenaufruf könnte eine einzige Bitcoin-Adresse veröffentlichen und damit gleichzeitig für jeden offenlegen, wieviel dort eingezahlt wurde.Ein Händler kann dagegen jedem einzelnen Bezahlvorgang eine neue Adresse zuweisen, damit die Zahlungen von außen nicht rekonstruiert werden können. Er könnte aber auch jedem Kunden eine eigene Adresse geben. Damit könnte der Kunde und auch der Kaufmann sofort das insgesamte Handelsvolumen eines Kunden ermitteln und evtl. Rabatte vereinbaren. Das System ist also einfach zu handhaben, sehr flexibel und so anonym, wie Sie es einsetzen.

Mehr zum Thema

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

Neueste Kommentare

Blacky
2 Tage 6 Stunden
Lerne von der Geschwindigkeit der Natur: ihr …
2 Tage 12 Stunden
"Wir halten für euch die Stellung": …
2 Tage 12 Stunden
Magnolienblüte nach Kälteeinbruch
3 Tage 23 Stunden
Verlosung: Fahrt zum Straßenzauberer-Festival
4 Tage 7 Stunden


X