Kindheit in Welden: Region feiert Schriftsteller Ludwig Ganghofer auch in Corona-Zeiten

"Das Schweigen im Walde" wurde, wie viele andere Romane von Ludwig Ganghofer, verfilmt.

Mit 40 Millionen verkauften Büchern ist er einer der erfolgreichsten Autoren Deutschlands. In Welden im Landkreis Augsburg wuchs Ludwig Ganghofer auf. Heuer jährt sich sein Todestag zum 100. Mal.

Anlässlich des 100. Todestages des Autors gedenkt der Markt Welden Ludwig Ganghofer. Aufgrund der Corona-Pandemie war lange nicht klar, ob und in welchem Umfang dies möglich sein würde. Nun steht jedoch fest: Ein kleines Jubiläum zu Ehren des einstigen Weldener Lausbuben und späteren Schriftsteller kann stattfinden.

Mitglieder des Vereins "Ganghofer Freunde" werden dazu ab Sonntag, 19. Juli, Führungen entlang der Wanderwege – dem "Ludwig Ganghofer Lausbubenweg" und dem "Ganghoferweg" – veranstalten. Auf dem TV-Sender “Heimatkanal” laufen die Verfilmungen seiner millionenfach verkauften Werke für die Dauer mehrerer Wochen nun täglich und auch das Bayerische Fernsehen würdigt den Heimatautor mit dem Film „Ganghofer und seine Erben – und immer wieder Heimat“, Sendetermin am 21. Juli.

Die Feierlichkeiten in Welden werden am 1. August mit einer Bergmesse auf dem Theklaberg ihren Abschluss finden. Augsburgs Tourismusdirektor Götz Beck hofft, dass die ursprünglich mit Unterstützung der "Regio Augsburg Tourismus"-Gesellschaft geplanten und nun situationsbedingt wieder abgesagten Veranstaltungen hoffentlich im Sommer 2021 nachgeholt werden können. Angedacht war unter anderem ein Konzert "Bergwelten" von Mitgliedern der Augsburger Philharmoniker, eine Ganghofer-Filmnacht in der Ganghoferstätte im Landgasthof Zum Hirsch und eine szenische Lesung mit Akteuren des Sensemble Theaters Augsburg.

Der Schriftsteller Ludwig Ganghofer sei den jüngeren Generationen kaum noch bekannt, bedauert die Regio in ihrer Presseerklärung. Dabei spielte der Autor mit den Romanen „Der Jäger vom Fall“, „Der Hergottsschnitzer von Ammergau“ oder das „Schweigen im Walde“ Ende des 19. Jahrhunderts in der gleichen Liga wie Karl May. Millionen lasen seine Bücher, die sehnsuchtsvoll eine „Heile-Welt-Romantik“ beschreiben und in millionenfacher Auflage publiziert wurden.

Was vielen jedoch gar nicht bekannt sein dürfte ist, "dass Ludwig Ganghofer, der erfolgreiche Autor und Schriftsteller von Heimatromanen, seine Kindheit nicht im Oberbayrischen, sondern in einem kleinen Ort namens Welden, welcher im schwäbischen Holzwinkel liegt, verbracht hat", fasst die Regio zusammen. Zur Welt kam Ganghofer in Kaufbeuren, die Kindheit erlebte er im Augsburger Land. Durch seinen Vater August Ritter von Ganghofer – von Beruf königlicher Revierförster – und die idyllische Lage Weldens am Waldrand der Westlichen Wälder entwickelte Ganghofer bereits früh eine Affinität zur Natur. Ganghofer gründete später die Münchner Literarische Gesellschaft und entdeckte namenhafte Künstler wie den Komiker Karl Valentin.

In seinem autobiographischen Roman „Lebenslauf eines Optimisten“ verarbeitete Ganghofer auch Erinnerungen an seine Kindheit in Welden. (pm)

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