Wahlfälschung in Welden? Polizei klärt auf

Nach Vorwürfen im Internet, weisen die Behörden einen Fälschungsverdacht ausdrücklich zurück (Symbolbild).

Im Internet machte am Wahlsonntag ein Facebook-Post über vermeintliche Wahlfälschung in Welden die Runde. Die Behörden betonen am Tag danach ausdrücklich: Die ehrenamtlichen Helfer seien zu Unrecht einer Straftat bezichtigt worden.

Ein Facebook-Post des rechten Kampagnenprojekts „Ein Prozent“ hatte die angebliche Wahlfälschung in Welden moniert. Wie die Polizei am Montag in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Augsburg erklärt, habe zunächst ein 30-jähriger Wähler kurz nach Öffnung des Wahllokals bemerkt, dass an einer Wahlurne das amtliche Siegel nicht vorschriftsmäßig angebracht gewesen sei. Tatsächlich war laut Polizei das Siegel aber weder eingerissen noch gebrochen, es habe sich jedoch an einer Seite vom Untergrund gelöst.

Nachdem der Zeuge die Urne vor Verlassen des Wahllokals fotografiert hatte, veröffentlichte „Ein Prozent“ das Bild wenig später auf Facebook.

Das Foto war mit der Behauptung versehen, dass die Wahlurne geöffnet worden sei. Darüber hinaus hätte angeblich ein im Wahllokal anwesender Mann versucht, das Siegel mit Hilfe eines Klebebandes zu überkleben. Die Verschwörungstheoretiker witterten Wahlbetrug zu Lasten der rechtspopulistischen AfD.

Die Polizei erklärt demgegenüber, dass die Inspektion Zusmarshausen sofort alle Wahlurnen im Wahllokal Welden überprüft habe. Die Beamten hätten festgestellt, dass sich an einer Urne aufgrund mangelnder Haftung tatsächlich kurzzeitig an einer Seite das Siegel abgelöst hatte. Dies sei durch den Wahlvorstand mit Hilfe eines transparenten Klebebandes behoben worden.

Die Vernehmung des 30-jährigen Zeugen habe keinerlei Hinweise darauf ergeben, dass durch Dritte in die Wahlurne gegriffen oder in sonstiger Weise auf den ordnungsgemäßen Wahlablauf Einfluss genommen wurde. Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse sei sicher, dass im Wahllokal Welden kein Wahlbetrug stattgefunden habe. (pm)

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