Ars longa, vita brevis

von LeserReporter Musikschule Wertingen aus Wertingen

v. l. n. r. Oberstudiendirektor a. D. Josef  Baumer, ehemaliger 1. Vorsitzender der Musikschule Wertingen, Jan Walter, Sohn des verstorbenen Künstlers Helmut C. Walter aus Berlin und Manfred-Andreas Lipp, städtischer Musikdirektor i. R. beim Rundgang anlässlich der Kunst-Ausstellung im Pfarrhof und Pfarrstadel Gempfing.

Während Oberstudiendirektor a. D. Josef Baumer 1. Vorsitzender der Musikschule Wertingen war und der städtische Musikdirektor i. R. Manfred-Andreas Lipp Musikschulleiter, entstand nach dem Millennium der Neubau der Musikschule Wertingen als Teil der Stadthalle, die 2004 eröffnet wurde.

Die Freundschaft von Josef Baumer mit dem renommierten Künstler Helmut C. Walter (1940-2019) machte ein besonders gelungenes, freundliches und passendes Erscheinungsbild der Musikschule Wertingen außen wie innen möglich. Bereits über dem Eingang gestaltete Helmut C. Walter ein inzwischen musikalisch prägendes Kunstwerk, das im Flur durch großformatige Drucke seiner Werke die adäquate Fortsetzung findet. Das zauberhafte Wandgemälde im Saal der Musikschule Wertingen in intensivem, rötlichem Blau, der Lieblingsfarbe des Künstlers, ist inzwischen der optische, vielbestaunte „FARBKLANG“ der Musikschule Wertingen geworden. Helmut C. Walter begleitete und inspirierte der Jazz während seiner gesamten Schaffenszeit und so war es die logische Folge, dass Freundschaften zu Musikern, die wie er die Freiheit in der Kunst repräsentieren entstanden sind und die Zeiten überdauerten. Am Sonntag 8. März, fand in Kooperation mit dem in Sachen Kunst längst etablierten „Förderverein Gempfinger Pfarrhof e.V.“ ein unbeschreibliches, emotionales, hochkarätiges Konzert in der Kirche St. Vitus statt, dem die Vernissage und Ausstellung folgten. Familienangehörige und Kunstfreunde in hoher Zahl hatten sich versammelt und erlebten zunächst das Konzertprogramm aus Musik von Maurice Duruflé (1902-1986), Hildegard von Bingen (1098-1179), Rudolf Mauersberger (1889-1971), Trond Kverno (*1945), Anton Bruckner (1824-1896) und Wojciech Kilar (1932-2013). Als sensationell, einmalig und genial muss dabei die Zusammenarbeit des „Singkreis Gempfing“ mit dem Leiter Erich Hofgärtner, des Organisten Werner Zuber, des Jazzmusikers Stephan Holstein (Klarinetten/Saxofon) und des Tänzers Johannes Walter  beschrieben werden, die genau das authentisch vorstellten, was die Besucher tief bewegte und Helmut C. Walter begeistert hätte. Nicht minder die Vernissage mit der unvergleichlichen Laudatio von Dr. Ines Goldbach, Kunsthistorikerin und Direktorin des Kunsthaus Baselland, deren geschliffene freie Rede starken Eindruck machte und Helmut C. Walter und sein Werk sympathisch widerspiegelte. Beim Rundgang durch die Ausstellung waren das außerordentliche Niveau aller Exponate und die Gespräche untereinander gleichermaßen beglückend. Das Motto „Ars longa, vita brevis“ stellte Chorleiter Erich Hofgärtner in seinem Grußwort über das Konzert, die Vernissage und die Kunstausstellung für Helmut C. Walter und wird damit der Wirklichkeit gerecht: „Die Kunst bleibt, das Leben ist vergänglich!“

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