Heimatmuseum Wertingen - Objekt des Monats September: eine analoge Haushaltwaage

von LeserReporter Cornelius Brandelik aus Wertingen
Die Söhnle-Haushaltswaage aus Metall

Heute sind wir es gewohnt, wenn man das Gewicht eines Gegenstandes ermitteln will, das zu wiegende Teil auf die Waage zu legen und fast zeitgleich digital auf dem Anzeigefeld das Gewicht ablesen zu können. So schnell ging es früher nicht: Bei der analogen Waage musste das Gewicht mittels Austarieren ermittelt werden. Dafür war ein gewisses Feingefühl nötig. In die emaillierte Schale kam das zu wiegende Objekt, auf die andere Stellfläche wurden die Gewichte gelegt. Und zwar so viele, bis die Waage Gleichstand zeigte. Gebräuchlich waren Eisengewichte mit 5 kg, 1 kg, 1 Pfund, 200 g, 100 g und 50 g. Die leichteren Grammeinheiten konnten auch aus Messing sein. Da diese Gewichte recht klein waren, gingen sie wohl oft verloren. Ersatz boten hier unterschiedlich große Kieselsteine. So wie bei der vorliegenden Schalenwaage der Firma Söhnle. Sie stammt von Frau Ottilie Rollenmiller (1911 - 1994) aus Wertingen und wurde bis in die 1980er Jahre von ihr benutzt. Acht Kieselsteine ersetzten ihr die fehlenden kleinen Gewichte. Die Waage mit der Inventarnummer 33886_26-167 ist in diesem Monat in der Vitrine zum Glasgang des Schlosses zu sehen, ansonsten befindet sie sich im Depot des Heimatmuseums.

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