Chorgemeinschaft Zusmarshausen: Konzert am Dreikönigstag

von LeserReporter Wolfhart Weller aus Zusmarshausen
Volles Haus und große Begeisterung für eine Stunde Hörgenuss.

Augen schließen und genießen

Zusmarshausen: Von solchen Auftritten wünscht man sich gerne mehr, schwärmte am Ende ein Besucher. Er kommt jedes Jahr in die Kirche Maria Immaculata, seit es dieses Dreikönigskonzert gibt. „Da geht einem richtig das Herz auf.“ Und so war es dann auch: Die Chorgemeinschaft und MixDur mit ihrem Leiter Hans Mayer brachten eine bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche mit ihrem Gesang zum Strahlen.

Fast schien es, als wäre noch einmal Heilig Abend. Beide Chöre gaben mit „Frohlocket, ihr Völker“ von Felix Mendelson-Bartholdy einen feierlichen und sehr stimmgewaltigen Einstieg in eine Konzertreise am Dreikönigstag. Die Sängerinnen und Sänger entführten ihre Zuhörer in ferne Länder. „Lieb Nachtigall wach auf“ oder „Senora Dona Maria“, einem chilenischen Weihnachtslied allerdings mit deutschem Text gesungen, denn „an unserem Spanisch müssen wir noch arbeiten“, wie Barbara Unverdorben in ihrer Moderation charmant erklärte.
Ein Sinnbild für Zuversicht wurde im Lied „Übern See“ zum Ausdruck gebracht. Zustimmend, nachdenklich und berührend ist der Text dieser alpenländischen Pop-Ballade. Und wieder zeigte der Chor seine enorme Vielfalt und Bandbreite, angefangen von russischem Liedgut wie „Schlaf mein Kindchen“ bis hin zu „Waldesnacht“ von Johannes Brahms, die die Stille der Natur und das hektische Alltagsleben widerspiegelt. Und der Chor bekam noch kräftige Unterstützung von Franziska Höfele und Larissa Stütten. Beide sangen im Duett das Lied „Angels 'Carol“ von John Rutter. Begleitet wurde der Chor ab und an von Hans Mayer am E-Piano. Aber auch Flöten kamen zum Einsatz.

Es waren für viele Besucher unbekannte Klangwelten, in die MixDur eintauchte. Ob zu den Nordlichtern „Northern lights“ vom norwegischen Komponisten Ola Gjeilo, das er tatsächlich beim Anblick der Polarlichter komponierte oder zu „Mary, wusstest du, dass dein Baby eines Tages auf dem Wasser laufen würde?“, so die Übersetzung der ersten Zeile von „Mary did you know“, bevor sie von Hirten erzählten, wie sie die Weihnachtszeit erleben – schön waren sie alle. Einen kleinen Abstecher machte der Chor nach Katalonien mit „Fum Fum Fantasia“. „Goin' to Bethlehem“ und „In that great gettin' up morning“ waren die letzten Lieder im Programm von MixDur, bevor es im Kirchenraum für die vielen Mitglieder der Chorgemeinschaft Platz wieder etwas enger wurde. Dann hieß noch einmal zurücklehnen, die Augen schließen und genießen: „Song for David“ von Joan Baez, „Poarekare Ana“ ein maorisches Liebeslied, „Sotto Sieris“ von Marco Majero sowie Wolfgang Amadeus Mozarts „Abendruhe“ bereicherten diese klangvolle Stunde am Nachmittag.

Am Ende gab es riesigen Beifall für das hohe Niveau des Chors und die schönen Arrangements von Hans Mayer. Es war ein Chorkonzert, das von großen Gefühlen der Sängerinnen und Sänger ebenso wie von der Begeisterung des Publikums bestimmt war. Mehrstimmiger Chorgesang, solistische Einlagen und musikalische Feinheiten prägten den Auftritt. „Es ist einfach nur schön, für so viele Menschen zu singen“, schwärmte Elisabeth Thumann, Vorsitzende der Chorgemeinschaft.

(Text: Michaela Krämer)
Foto: Waltraud Leutenmayr

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