Schwabmünchnerin entdeckt Paket vor der Haustür: 30 Mäuse steckten in einem viel zu kleinen Käfig

30 weiße Mäuse mussten in einem Paket, in einem viel zu kleinen Käfig ausharren. Die Beamten der Polizeiinspektion Schwabmünchen brachten die Tiere in eine Tierklinik. Symbolbild: mh

Eine Schwabmünchnerin hat am Sonntag, als sie von einem Wochenendausflug zurückkehrte, vor der Tür ihres Hauses in der Schwabmünchner Innenstadt ein Paket entdeckt. Das hatte jemand vor ihrer Haustür abgestellt, berichtet die Polizei.

Als die Frau das Paket in ihr Haus bringen wollte, bemerkte sie einen beißenden Geruch – und dass sich etwas im Paket bewegte. Die Schwabmünchnerin stellte das Paket sofort wieder vor der Tür ab und rief die Polizei. Bis die Streife eintraf, war klar, dass am Freitagnachmittag die Ex-Schwägerin das Paket abgelegt hatte. Von ihr war bekannt, dass sie im Besitz von größeren Würgeschlagen war. Zum genauen Inhalt des Paketes hatte sie sich jedoch nicht geäußert.

Das nahezu luftdicht verklebte Paket öffneten die Polizeibeamten behutsam. Doch statt Schlangen fanden sich etwa 30 weiße Farbmäuse in einem viel zu kleinen Käfig in dem Paket. Zudem stellten die Beamten fest, dass Wasser und Nahrungsvorräte bei sommerlichen Temperaturen seit mindestens 24 Stunden aufgebraucht waren.
Zur weiteren Versorgung wurden die Tiere in eine Tierklinik gebracht. Hier wurden sie bereits erwartet, fach- und tiergerecht verpflegt, untersucht und nach Geschlechtern getrennt. Die Tierärztin stellte fest, dass mindestens zwei der weiblichen Farbmäuse bereits fortgeschritten trächtig waren.

Die Eigentümerin der Mäuse erwartet nun ein Strafverfahren nach dem Tierschutzgesetz. Durch das Aussetzen und die mangelnde Grundversorgung mussten die Tiere unnötig und vermeidbar leiden. Über den weiteren Verbleib der Tiere wird entschieden. (pm)
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