Alternative Konzepte gesucht

Gerade bei den Themenwänden "Fahrrad" hatten die anwesenden Schwabmünchner vieles anzumerken.
Welcher Schwabmünchner kennt das nicht? Der Verkehr in der Fuggerstraße steht, nichts geht mehr. Auto reiht sich an Auto, es geht eng her. Eine Situation, die nicht nur den Autofahrern missfällt. Fahrradfahrer fühlen sich unwohl, wenn die Dichte der Autos steigt, auch für Fußgänger gibt es bessere Umstände. Das Ganze wird durch Lärm und die Abgase auch nicht besser. Genau diese Problematik möchte die Stadt Schwabmünchen nun angehen. Mit einem Planungsbüro und den Bürgern mit an Bord. Vergangene Woche fand aus diesem Grund ein erster Informationsabend zu einem Nahmobilitätskonzept statt. Dies hat das Ziel, Schwabmünchen attraktiver für Radfaher und Fußgänger zu machen. Dort stellte Bürgermeister Lorenz Müller nicht nur die Idee und das Ziel vor, sondern auch Dr. Ralf Kaulen. Der Experte vom gleichnamigen Planungsbüro zeigte auf, wie eine solche Planung von Statten gehen sollte. Nämlich mit den Bürgern. „Es hilft nichts, wenn man ein Konzept umsetzt, das der Bürger nicht annimmt“, so der Experte. Daher kam er mit leeren Plänen nach Schwabmünchen. Davon hingen viele aus. Diese wurden dann zur Spielwiese der 25 anwesenden Schwabmünchner. Denn der Planer braucht Informationen, um die ersten Konzeptschritte zu erstellen. So durften die interessierten Bürger sich zu den Bereichen öffentlicher Nahverkehr, Fahrradverkehr und Fußgängerverkehr auslassen. Auf den Schaubildern konnten Stellen markiert werden, die je nach Farbe, auf Gefahren oder andere Probleme hinweisen. Dazu konnten einzelne Punkte aufgeschrieben werden. So wurde viel geklebt und geschrieben, sehr zur Freude von Ralf Kaulen. Im Vorfeld hatte er 15 Besucher, dass es nun fast doppelt so viele waren, ist gut für ihn. Doch es hätten durchaus mehr sein können. Zumindest wenn es nach Heike Uhrig geht. Die Mutter gehört zum Arbeitskreis der Stadt, der sich mit diesem Thema beschäftigt. „Es hätte durchaus besser bekannt gemacht werden können“, stellt sie fest. Hofft aber auch, „dass es bei den nächsten Terminen noch voller wird“. Denn mit dem ersten Infoabend ist die Bürgerbeteiligung noch nicht am Ende. „Es werden weitere folgen“, verspricht Bürgermeister Lorenz Müller. Dann wird auch noch aktiver eingeladen. Denn in einem waren sich alle Anwesenden einig: Ein Konzept so bürgernah umzusetzen ist gut, wichtig und macht Spaß. Und umso mehr mitmachen, desto besser könnte das Ergebnis werden. Und somit steigt die Chance, dass wirklich der Eine oder Andere nicht mehr mit dem Auto in die Innenstadt fährt.
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