Aus der Nähe betrachtet

Nah ran gehen - dies lohnt sich bei der Ausstellung von Lothar Zull.
Mit der Ausstellung „Bilder aus der Nähe“ platziert sich der Schwabmünchner Künstler Lothar Zull deutlich vorne in der Liste der Künstler, die eine Ausstellung im Schwabmünchner Museum haben. Kein Wunder, denn der Fotograf ist nicht nur begabt, sondern in seinem Gesamtwerk äußerst facettenreich. Diesmal zeigt Zull 250 Bilder, die in den vergangenen Jahren auf seinen Reisen quer durch Deutschland entstanden sind.
Das besondere an diesen Bildern ist der Bildraum, den Zull wählt. Es ist nicht das große Ganze, dass Zull bei diesen Bildern anvisiert hat, sondern das Detail. Das bringt tiefe, vor allem auch emotionale Einblicke in die Motive Zulls. Dazu kommt die Auswahl der Motive. Die sind nur in Deutschland entstanden, bilden somit in gewisser Weise eine Retrospektive des Begriffs „Heimat“ wie ihn Lothar Zull empfindet. Dabei zeigt er die Vielfalt, die unser Land bietet, zeigt Vertrautes und Fremdes und auch Überraschendes.
Geschmückt sind die Bilder mit handschriftlichen Noten zu Bildern oder Themen. Dies verleiht den Bildern noch eine weitere persönliche Note. Museumsleiterin Sabine Sünwoldt beschreibt die Bilder als „persönliche Bestandsaufnahme eines Neugierigen.“
Die 250, meist Kleinformatigen, Bilder zeigen den individuellen Kosmos Lothar Zulls. Egal ob vom Wegesrand, von Familien und Freunden, von Events, Sehenswürdigkeiten, aus dem Alltagsleben oder von Reisen und Ausflügen, die Bilder erzählen Geschichten oder auch mal nur kleine Anektdoten.
Schwabmünchens zweiter Bürgermeister Hans Nehabauer freute sich, dass wieder ein lokaler Künstler mit seinen Werken im Museum zu sehen ist. Zudem riet er den Eröffnungsgästen, „den Titel der Ausstellung beim Wort zu nehmen und ruhig mal nah an die Bilder ran zu gehen.“ Ein durchaus guter Hinweis, denn es lohnt sich, die Bilder im Detail im Detail zu genießen.
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