Bauarbeiten in Schwabmünchen: Straße zu – Läden auf und erreichbar

Auch wenn die Schwabmünchner Fuggerstraße eigentlich gesperrt ist, sind nahe alle Geschäfte und auch die Parkplätze erreichbar.

Wer gerade durch oder in Schwabmünchens Innenstadt will, wird schnell ausgebremst. An allen Zufahrtswegen machen Sperrbaken die halbe Straßenseite dicht. Grund ist die Sanierung der Fuggerstraße. Im Vorgriff auf die 2020 beginnende Gesamtsanierung werden nun – bis zum Jahresende – die Wasser- und Gasleitungen erneuert.

Diese haben teilweise mehr als 100 Jahre auf dem Buckel. Mit dem vorgezogenen Austausch hofft die Stadt, dass die Arbeiten im kommenden Jahr zügiger vorangehen.

Eigentlich gute Nachrichten, doch für viele Geschäftsinhaber im betroffenen Bereich von der Burgstraße bis zum Rathaus sieht es anders aus. Sie berichten von ausbleibenden Kunden, die nicht in den gesperrten Bereich einfahren oder Sorge haben, dass sie nirgends parken können.

„Uns bleiben die Kunden aus“, erzählt Patricia Schießler von Eliflora Blumen. „Gerade unsere älteren Kunden sind verunsichert, weil ja alles gesperrt ist“, so die junge Geschäftsinhaberin, die auch von besorgten Anrufen ihrer Lieferanten berichtet. Zudem sorgte die Polizei für Irritationen, wie Heike Leyer weiß. „Zuletzt hat die Polizei alle Autofahrer, die im gesperrten Bereich unterwegs waren, abkassiert“, berichtet die Friseurmeisterin.

Das war aber falsch. Zwar ist an allen Zufahrten ein Durchfahrtsverbotsschild angebracht, aber auch der Zusatz „Anlieger frei“. Das soll den Kunden ermöglichen, bis zu den Geschäften fahren zu können. Gesperrt ist einzig der wirkliche Baustellenbereich. Das wissen aber scheinbar nicht alle. Zur Sicherheit haben auch viele Geschäftsleute an die Sperrschilder Hinweise angebracht, dass sie erreichbar sind und die Zufahrt frei ist. „Wir haben geöffnet und sind erreichbar“, betonen deshalb Heike Leyer und Patricia Schießler unisono.
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