Beim Stadtfest SoWieSo war der Nürburgring in Schwabmünchen

Bürgermeister Lorenz Müller eröffnet mit seinem Lauf das 3.Seifenkistenrennen in Schwabmünchen
 
Zahntechnik Schönwetter teilte sich mit ihrem Sechs-Zylinder den 1.Platz bei der Nominierung "Schönste Seifenkiste" mit Stu-Bi, dem Oldtimer

AKTION / Nervenkitzel bis zum Schluss - das 3. Seifenkistenrennen

Schwabmünchen.  Im schönsten Sonnenschein standen sie da, die tollen Flitzer, die Unikate. Die Rede ist von den ausgefallenen Seifenkisten, die mit viel Liebe zum Detail selbst gebaut wurden. Sie blitzten und strahlten um die Wette. Hier waren Konstrukteure und Designer mit viel Kreativität und technischem Know-How am Werk. Stolz konnte jedes der 16 Teilnehmerteams berichten, aus welchen recht einfachen Sachen diese originellen Kunstwerke entstanden sind.

„Der Einstieg ist vom Webergrill, die hinteren Räder sind Rollstuhlräder und die vorderen von einem Rollator“, so zum Beispiel Jochen Schönwetter. Und so manches Teil möchte die Hausfrau wieder haben.Teamgeist und Spaß standen im Vordergrund der großen Stadtmeisterschaft. Jeder gönnt dem anderen den Titel: König der Stadt.
Dann folgte die technische Abnahme. Es wurde gewogen und gemessen. Wagen und Fahrer durften nicht schwerer sein als 150 kg. Und die vorgegebenen Größen in Höhe, Länge und Breite durften auch nicht überschritten werden. Die Fahrer mussten, zum großen Leidwesen vieler anwesender Kinder, über 14 Jahre alt sein.

Der „Fair-Play“ Gedanke steht im Vordergrund.

Alle Seifenkisten haben bestanden und durften zum Probelauf zugelassen werden. Doch da passierte das Unglück: Caninus 1, Startnummer sieben mit Jochen Schönwetter, verlor in der ersten Kurve den hinteren linken Reifen und fuhr nur noch auf der Felge weiter, bis auch diese nachließ und brach.
„Das wäre das sichere Aus gewesen“, erklärte Schönwetter „ wenn da nicht die Hilfe vom Team der Singoldflitzer gewesen wäre.Wir hätten einpacken können!“ Die Singoldflitzer halfen mit einem neuen Reifen und „Flickzeug“ aus. So konnte der Caninus 1 (was Eckzahn bedeutet)doch noch den ersten Platz bei der Prämierung der schönsten Seifenkiste gewinnen, zusammen mit Stu-Bi, der Startnummer sieben.
„Wir widmen diesen Sieg dem Team der Singoldflitzer“, sagte Schönwetter anschließend.

Spannung, Spaß, Teamgeist und ein Sieger

Das aufregende Rennen um den Titel „König der Stadt“, Urkunde und Pokal begann dann mit etwas Verspätung. Die stetig zunehmende Besucherzahl wurde aber für das Warten vollends belohnt. So ließ es sich Bürgermeister Lorenz Müller nicht nehmen, das Rennen höchst persönlich zu eröffnen, indem er mutig in eine Seifenkiste stieg und die Strecke mit Bravour bewältigte. Es gab ein großes Hallo unter den Zuschauern. Respekt! Dann ging es los. Es war spannend bis zum Schluss. Hier brannte der Gummi. Fahrer und Material gaben alles. Mit beachtlicher Geschwindigkeit ging es dann die ca. 350 Meter von der Ferdinand-Wagner-Straße zur Ziellinie in der Jahnstraße entgegen.
Das alles so reibungslos ablief und die vielen Stadtfestbesucher Spannung und Spaß erleben durften, verdankten sie dem gut aufgestelltem Team des Jugendbeirats Schwabmünchen und dessen hervorragende Organisation. Ein halbes Jahr hat man auf diesen Termin hingearbeitet. 23 Teamkollegen trugen zum Gelingen dieser Veranstaltung bei.
„ Es lief nicht immer alles glatt. Vor allem zum Anfang hatten wir heute einige Schwierigkeiten mit unseren Zeitmessern!“, so Nicolas Brinz vom Jugendbeirat. Aber dieser Umstand sorgte dann am Ende für noch mehr Spannung und heizte die Stimmung bei den Besuchern ordentlich ein. Denn so mancher Lauf musste noch einmal gefahren werden. Bis zur letzten Sekunde ein Nervenkitzel. Dann ging es zum Stechen zwischen den „Medele Schäfer-Gesellen“ und den „Kerker-Azubis im Einsatz“.
Am Ende siegte dann das Team der „Medele Schäfer-Gesellen“ mit 26,45 Sekunden vor den „Kerker-Azubis im Einsatz“ mit 26,61 Sekunden. Auf Platz drei kam der „Galaxy Racer“ mit 28,16 Sekunden.
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