Das 3. Symposium im Kunsthaus Schwabmünchen erregte viel Aufmerksamkeit -Künstler aus fünf Nationen verbringen eine Woche zusammen

Korsetts, die die Enge sprengen, indem sie aufreißen und anderes präsentierte Minu Ghedina aus Österreich beim 3. Internationalen Symposium des Kunsthauses.
 
Menschliche Körper, die Entwicklung des Menschen standen im Mittelpunkt von Marika Wille-Jais aus Österreich beim 3. Symposium im Kunsthaus.
Schwabmünchen

Zweihundert Gäste erschienen zur Vernissage des 3. Internationalen Künstlersymposiums im Kunsthaus. Einige hatten sich unter der Woche Zeit genommen und den Künstlern über die Schulter geschaut, Schüler waren da, das Interesse an der Veranstaltung schien größer gewesen zu sein als in den Vorjahren. Nun hingen und standen die Exponate in mehreren Räumen und im Garten. Eine Bühne war draußen aufgebaut, Bierbänke davor, zu trinken und zu essen gab es anschließend an die Vernissage beim Sommerfest des Kunsthauses. Die Ausstellung ist nach der Vernissage nicht mehr zu besichtigen. Kunstwerke, die die Akteure dem Kunsthaus überlassen haben, sind im Schaufenster der neuen Räume, Bahnhofstraße 7, zu sehen.

Das Künstlersymposium stand unter dem Motto „Entwicklungen“. Anlass dazu gab, wie Kersten Thieler-Küchle, die Vorsitzende des Kunstvereins, in ihrer Ansprache erklärte, das 10-jährige Bestehen des Vereins. „Seit zehn Jahren arbeiten wir daran, Kunst und Kultur für jeden in erreichbare Nähe zu rücken und damit Kunst und Kultur außerhalb der Elfenbeintürme der Metropolen einen Platz zu geben. Somit sind wir Teil der künstlerischen und gesellschaftlichen Entwicklung unserer Region“, meinte sie. Dreizehn internationale, professionelle Künstler und fünfzehn künstlerisch arbeitende Mitglieder des Kunstvereins hätten am Symposium teilgenommen. Sie nannte einige Künstler und ihr Werk, wie Alexandra Vassilikian, die Ateliers in Paris und Klimmach besitzt, mit ihrer Installation auf großformatigem Papier, Titel „Great Expectations, Past and Gone“. Bengü Bahar aus der Türkei zeige eine Reihe von Sitzgelegenheiten. Veränderungen in der Mode mit der dazugehörigen Gestik habe Meltem Tuncer aus Istanbul gemalt. Oliver Feistmantl aus Wien sammelte Schwimmenten und habe sie in seine Installation „Plastic Ocean“ gesetzt. Die zarten Mieder aus Draht und Papier stammen von Minu Ghedina aus Innsbruck. Lisa Krabichler zeige abstrahierte Landschaftsentwicklungen und Peppi Spiss habe aus Holzschnitten räumliche Kathedralen-Räume entstehen lassen, beide kommen aus St. Anton. Marika Wille-Jais aus Tarrenz, Tirol, verwickle menschliche Körper in abstrakte Kompositionen. Zarte Farbkompositionen aus seinem irischen Tagebuch und im Gegensatz dazu Eisenplastiken zeige Franz Ferdinand Wörle aus Grafing. Bernd Rummert, Bildhauer aus Konradshofen, mache „Geld zu Kunst“ und entwickle aus Münzen eigenständige Plastiken. Sandra Brugger und Manfred Hellweger hätten mit ihrer Skulptur aus Lärchenholz im Kunstgarten neue „Rahmenbedingungen“ geschaffen und einige Figuren mitgebracht, die im Innenraum zu sehen sind. Thieler-Küchle nannte alle Namen der Teilnehmer des Kunstvereins, darunter die zehnjährige Lena-Vanessa Kruppe als jüngstes Mitglied.
Zwei Veranstaltungen, die Gruppe Agora mit brasilianischen Rhythmen und die musikalische Lesung „La Paloma – die Taube“ hätten während der Woche stattgefunden, beide ausverkauft. Sie dankte den Vereinsmitgliedern für ihre wertvolle Mithilfe, den Sponsoren – im Einladungsflyer waren vierzehn abgedruckt -und dabei besonders der Stadt Schwabmünchen für die Unterstützung bei der Miete und den vielen Gästen, die zeigen, dass Kunst ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens ist.
Bürgermeister Lorenz Müller zeigte sich von dem Symposium hellauf begeistert. Wien, Innsbruck, Istanbul, Paris, Klimmach, Konradshofen und das alles in Schwabmünchen, er sei stolz auf das, was der Kunstverein leiste. Es sei heute eine wunderbare Stimmung und er wünsche noch ein schönes Fest. „Ich bin seit Anfang an dabei und ich möchte mich ganz herzlich bedanken. Es war eine tolle Woche“. Diese Anmerkung wollte Beppi Spiss aus Österreich unbedingt noch loswerden.
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