Das Stadtbild ändert sich

Von Christian Kruppe Schwabmünchen Jeder Ort unterliegt dem Wandel der Zeit. So auch Schwabmünchen. Das bringt mit, dass sich auch sein Gesicht ändert. Gerade hier steht der ehemaligen Kreisstadt einiges bevor. Einige Änderungen sind offensichtlich, so wie die Sanierungsarbeiten am Friedhof. Dort sind die Arbeiten an der Nord- und Ostmauer fast schon abgeschlossen. Nächstes Jahr startet der dritte Bauabschnitt. Dabei wird dann ein Tor an der Westseite, beim evangelischen Friedhof, entstehen. Außerdem werden die Wege im Friedhof, gerade mit Blick auf die Barrierefreiheit, verbessert.
Anderenorts warten die Schwabmünchner schon lange darauf, dass die Bagger anrollen. So zum Beispiel am Alten Rathaus, dessen Baugenehmigung sich zu einer fast filmreifen Behördenposse entwickelt hat. Nachdem die unterschiedlichen Ansichten beim Denkmalschutz relativ schnell aus der Welt geschafft werden konnten, lag der Förderantrag der Städtebauförderung rund eineinhalb Jahre auf Halde. Ähnlich lange muss die Stadt wohl auf die Baugenehmigung durch das Landratsamt warten. Zuerst war der Lärmschutz ein Problem. Der erforderliche Grenzwert von 45 Dezibel wurde im Lärmschutzgutachten der Stadt, wenn auch knapp, eingehalten. Doch das Landratsamt errechnete eine Überschreitung von einem dB in dem Fall, wenn alle Räume im Alten Rathaus belegt sind und die Gäste diese zeitgleich verlassen. Diese Sicht der Dinge sorgte in Schwabmünchen für allgemeines Kopfschütteln. Als Lösung wurden die zugewiesenen Parkplätze von der neuen Mitte auf den Festplatz verlegt. Diese Lösung drohte auch zu scheitern, da es für den Platz einen uralten Bebauungsplan gibt. Zwar würde in Schwabmünchen wohl niemand daran denken, die seit Jahren als Park- und Festplatz genutzte Fläche zu überbauen, doch dem Kreisbauamt genügte die bloße Wahrscheinlichkeit, darin auch ein Problem zu sehen. Dies dürfte aber in zwischen auch ausgeräumt sein. In der vergangenen Bauausschusssitzung wurde der Festplatz als Parkplatz für PKW und Busse gewidmet. Somit ist eine Bebauung nicht mehr möglich. Nun dürfte der Erteilung einer Baugenehmigung für das Alte Rathaus nichts mehr im Wege stehen. Gebaut wird am Alten Rathaus schon im kommenden Jahr – zumindest davor. Denn die Sanierung der Fuggerstraße samt Innenstadt-Neugestaltung wird vorangetrieben und soll schon im Frühjahr begonnen werden.
Positive Signale gibt es auch vom Abbruchareal an der Mindelheimer Straße. Ein Investor hatte dort mehrere Anwesen erworben und zum Teil bereits abgebrochen. Verschiedene Probleme sorgten dafür, dass der geplante Bau von mehreren Wohn- und Geschäftshäusern nicht weiter verfolgt wurde. Nun hat das Areal den Eigentümer gewechselt. Der neue Besitzer möchte die bestehenden Pläne weiter verfolgen. Auch beim Burgeranwesen in der Fuggerstraße hat es einen erneuten Wechsel gegeben. „Dort hieß es nun schon mehrmals, dass der Spatenstich bald kommt“, erklärt Bürgermeister Lorenz Müller hoffnungsvoll.
Auch im Stadtkern könnten bald die Bagger rollen. Für das Chorregentenhaus wurde eine Voranfrage zum Abbruch und zeitgleich ein Bauantrag der Caritas für den Neubau einer Tagesstätte für seelische Gesundheit samt Beratungsräume gestellt.
Auch das neue Gewerbegebiet im Schwabmünchner Norden nimmt Formen an. Der Bauantrag der Baywa für einen Bau- und Gartenmarkt wurde bewilligt, für die restlichen Flächen soll die Erschließung beginnen.
1
Einem Autor gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.