Der Haushalt ist in trockenen Tüchern

Von Christian Kruppe
Schwabmünchen Bürgermeister Lorenz Müller sprach mit Blick auf den kommunalen Haushalt 2019 von Stil der schwäbischen Hausfrau. „Wir haben jahrelang gut gewirtschaftet, gemacht, was gemacht werden musste und Geld auf die Seite gelegt um für den Moment bereit zu sein, wenn wir Geld ausgeben müssen“, so Müller. Und dieser Moment ist nun gekommen. Dieser Moment ist nun gekommen. Schwabmünchen hat einen Rekordhaushalt mit einem Volumen von 47 Millionen Euro verabschiedet. Der Verwaltungshaushalt umfasst dabei rund 33,1 Millionen, der Vermögenshaushalt beinhaltet 13,9 Millionen.
Haupteinnahmequellen sind weiterhin die Steuern, die Einkommenssteuer soll rund 9,8 die Gewerbesteuer 7,9 Millionen Euro in die Kasse der Stadt spülen. Die kalkulatorischen Zahlen ähneln dem Ansatz des Vorjahres. Dies brachte am Ende mehr Ertrag, doch Kämmerer Bernhard Jauchmann ist nicht davon überzeugt, dass dies in diesem Jahr ähnlich sein wird. Der höchste Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt ist die Kreisumlage mit 8,5 Millionen. „Das sieht zwar nach viel Geld aus, wenn man aber bedenkt, wie viel der Kreis in Wertachklinik, Schulzentrum und auch in das geplante Lehrschwimmbad steckt, dann relativiert sich das Ganze“ urteilt Lorenz Müller über die nochmals gestiegene Kreisumlage. Für Kindergärten und Schulen werden 4,5 Millionen aus dem Verwaltungshaushalt ausgegeben, die Personalkosten der Stadt schlagen mit 5,9 Millionen zu Buch. Schwabmünchen hat damit eine sehr Personalkostenanteil pro Kopf. An den Vermögenshaushalt fließen knapp 600000 Euro, ein Betrag den Müller als „gerade noch zufriedenstellend“ bezeichnet.
Dass der Vermögenshaushalt trotzdem auf mehr als 13 Millionen anwachsen kann, liegt an der zuvor zitierten schwäbischen Hausfrau. Denn die hat 6,5 Millionen an Rücklagen angespart. Dazu kommen noch Zuweisungen vom Freistaat von 4,5 Millionen. Auch eine Kreditaufnahme steht im Plan. 1,6 Millionen Euro wird Schwabmünchen aufnehmen müssen, um den Haushalt zu decken. Da der Zins weiter gut ist und die bisherige Verschuldung gering ist, hält Müller dies für „absolut vertretbar“. Denn das Geld aus dem Vermögenshaushalt wird gebraucht. Die Sanuierungen von Fuggerstrae, Singoldbrücke und Altem Rathaus, das Dorfgemeinschaftshaus Schwabegg, die Erweiterungen der Kindergärten und das Lehrschwimmbad sind aufwändige Investitionen, die aber notwendig sind, um Schwabmünchen weiter attraktiv zu halten.
1
Einem Autor gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.