Die Jugend zeigt sich interessiert

Entspannt und souverän zeigte sich Bürgermeister Lorenz Müller bei der Podiumsdiskussion.
 
Konzentriertes Arbeiten bei den Workshops.
Mit einem runderneuerten Konzept wartete der im Frühjahr neu gewählte Schwabmünchner Jugendbeirat zur diesjährigen Jugendbürgerversammlung.
Markant dabei schon der Ortswechsel. Statt im Jugendzentrum ging es in die Stadthalle. Dort gab es zum ersten Mal einen offenen Workshop mit sechs verschiedenen Themenstationen: Wünsche rund um das Jugendzentrum, der Standort des Jugendzentrums, das Seifenkistenrennen, aktuelle Wünsche für den Betrieb des Juz, die Homepages des Jugendbeirat, der Skaterplatz und eine Jugendparty für Schwabmünchen.
Am gefragtesten waren die Themen rund um den möglichen Neubau des Jugendzentrums, der Skaterplatz und die Party.
Beim Jugendzentrum war vor allem der von den anwesenden Jugendliche favorisierte Standort durchaus überraschend. Bislang war die weitläufige Meinung, dass dieses in die Nähe des Schulzentrums ziehen soll. Doch das scheinen die Jugendlichen nicht so zu sehen. Die meistgenannten Standorte waren im Zentrum und beim McDonalds, gefolgt vom Bahnhof und dem Freibad.
Bei den Wünschen für das neue Jugendzentrum wiederum hat sich gezeigt, dass die Planungen und die Bedürfnisse der Jugendlichen nahe beieinander liegen.
Mit dem Workshops zum Thema Jugendzentrum war der Wissensdurst der Jugendlichen scheinbar befriedigt. Bürgermeister Lorenz Müller erläuterte zu Beginn der dem Workshop folgendem Podiumsdiskussion kurz, dass das Projekt Jugendzentrum, egal in welcher Form, sich nicht auf die Schnelle umsetzten läßt. „Es kann gut sein, dass zwar der aktuelle Jugendbeirat die Sache maßgeblich auf den Weg bringt, aber die endgültige Umsetzung nicht mehr in seiner Amtszeit sein wird“, erklärt Müller.
In der folgenden Fragerunde sammelte Lorenz Müller viele Sympathiepunkte – wobei auch er vom vielfältigen Interesse der Jugendlichen überrascht war. „Ich bin schon allein von der Teilnehmerzahl begeistert“, erklärt er. Aber auch wie breit gefächert die Fragen waren, überraschten ihn. Da ging es nicht nur um die spezifischen Jugendthemen, sondern auch die Stadtentwicklung liegt den jungen Bürgern am Herzen. Daher lud er die Jugendlichen zur Bürgerversammlung kommende Woche ein. Nachdem die Fragerunde am Anfang noch ein wenig von Scheu und Respekt der Jugendlichen geprägt war, sorgen die persönlichen Fragen – vor allem aber die offenen Antworten des Bürgermeisters – dafür, dass die Berührungsängste schwinden. Zumal Müller auch bei den Sachthemen meist positive Antworten liefern konnte. Beim Thema Skaterplatz bat er um eine Liste der Wünsche, „denn da wird im Umfeld bald gebaut, vielleicht lässt sich im Zuge dessen schon was machen.“ Ähnlich lief es bei der Nachfrage, ob die Jugendparty in der Stadthalle stattfinden könne. „Die gehört auch der Jugend“, gab er hier zu Protokoll.
Für gute Laune sorgte auch die Ankündigung, dass im Zuge des Fuggerstraßenausbaus eventuell Straßenlampen mit WLAN-Modul verwendet werden. „Das ist ganz neu und irgendwie schon cool“, so Müller. Viel Applaus erntete er auch zu seinen Aussagen zur Sicherheitswacht. „Die soll nicht dazu dienen, die Jugend zu überwachen, denn das ist nicht nötig.“
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