Die Kleinen feilschen wie die Großen

Viel los war beim Kinderflohmarkt am Schwabmünchner Stadtplatz.
Schwabmünchen Blauer Himmel, ein laues Lüftchen, geschäftiges Treiben und viel gute Laune, so präsentierte sich der Stadtplatz in Schwabmünchen am Samstag. Grund hierfür war der Kinderflohmarkt im Rahmen des „Rama Dama“ der Werbegemeinschaft. Schon seit Freitag boten einige der Einzelhändler in der Innenstadt nicht nur ihre eigentliche Ware, die raus muss, feil, sonder auch unzählige Dekoartikel an.

Wie schon im Vorjahr hat sich hier der Kinderflohmarkt zum heimlichen Höhepunkt gemausert. Rund um den Brunnen am Stadtplatz machten sich schon um kurz nach acht die ersten Nachwuchshändler daran, sich die besten Flächen zu sichern. Auf Decken, Tapezier- und Campingtischen wurde alles angeboten, was in den Kinderzimmern keine Verwendung mehr findet. Die Vielfalt der angebotenen Waren hätten dabei jeden großen Spielwarenladen vor Neid erblassen lassen. Quer durch die Kinderwelt gab es von Babyspielzeug über Bücher, Spiele, Puzzle bis zur Barbie alles, was ein gut sortiertes Kinderzimmer hergibt.

Beim Verkaufen zeigte sich der Nachwuchs teils richtig professionell. Da wurde gefeilscht, rabattiert und gar mit Notizblöcken, in den Preislisten waren, gearbeitet. So wie bei Sarah und Lena. Die beiden Schwestern hatten alles dabei, was Mädchenherzen zwischen drei und sieben höher schlagen lässt. Während die Jungs ihren Stand schnell passierten, blieb nahezu jedes Mädchen bei ihnen hängen. „Wir haben Bücher, CDs, Puppen, Spiele und viele Sammelfiguren“, erläuterte die neunjährige Lena ihren Stand. Wie bei vielen anderen Ständen auch, waren es vor allem die kleinen Dingen, die sich gut verkauften.

In zweiter Reihe hinter dem Stand sitzt Mama Nadine. Ihr gefällt die Idee des Flohmarktes. „Den ganzen Freitagnachmittag haben die beiden ihre Zimmer ausgeräumt. Was nicht verkauft wird, kommt dann erst mal in den Keller. So haben die Mädels dann ein wenig mehr Ordnung und Platz“, erzählt die Mutter der beiden Verkäuferinnen. „Man muss nur aufpassen, dass sie die Einnahmen nicht gleich wieder am nächsten Stand ausgeben“, ergänzt sie. Denn immer wieder dreht eine der Schwestern eine Runde, um zu schauen, was die anderen Kinder rund um den Stadtplatz so anbieten.

Doch die Mutter hat „Glück“. Es sind viele gleichaltrige Kinder dabei, die bieten, so wie die beiden Schwestern, Dinge an, die sie nicht mehr brauchen, weil sie zu „groß“ dafür sind. Nach drei Stunden packen die meisten Kids wieder ein, so wie Sarah und Lena. „Ein bisschen was haben wir verkauft“ freut sich Lena. Was sie mit dem Geld macht, weiß sie noch nicht. „Vielleicht ein Eis in der Eisdiele kaufen“, meint sie. Das ist aber nicht nötig, denn das wird ihr später noch ihr Papa bezahlen. Sicher ist nur eines: „Nächstens Jahr kommen wir wieder. Vielleicht machen dann noch mehr mit und kommen noch mehr zum Einkaufen.“
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