Die schöne Aussicht geht verloren

Diese Aussicht vom Schwabmünchner Alpenzeiger wird bald Vergangenheit sein. Im Vordergrund wird die Firma Ritter erweitern, dahinter entsteht das Langerringer Gewerbegebiet
Schwabmünchen Einige der Häuser im Schwabmünchner Baugebiet „Nordost III“ sind schon fertig, Zeit für die Stadt, sich mit dem dort geplanten Spielplatz zu beschäftigen. Mehr als 20 Spielplätze finden sich in Schwabmünchen und seinen Stadtteilen, am Rand des aktuellen Baugebiets kommt nun ein weiterer hinzu. Doch Planer Reinhard Baldauf kümmerte sich nicht nur um ein Konzept für den neuen Spielplatz, auch die Bepflanzung des Wohngebietes ist Teil seiner Pläne. Dabei setzt er auf Bäume, die auch tauglich sind, am Straßenrand zu überleben.
Das größere Interesse richtete sich aber auf seinen Konzeptvorschlag für den Spielplatz. Der wird aber mehr nur als ein Ort für Spielgeräte, die verfügbare Fläche lässt einen kleinen Park entstehen. Dabei verteilt Planer Baldauf die Spielgeräte entlang der Wege. „Dadurch wirkt es nicht so geballt und es entsteht ein Parkcharakter,“ erklärt Baldauf. Im Westen der Anlage bleibt eine große Freifläche, dort soll später der fast nebenan liegende Bolzplatz seine Heimat finden. Zentral gelegen ist ein kleiner Hügel vorgesehen, auf dem eine Rutsche in Form eines Flugzeuges Platz finden soll. Die Erhebung kann im Winter auch für die Kleinsten als Schlittenberg dienen. Des weiteren sind eine kleine Kletterwand, ein Sandspielkasten und eine Schaukel für mehrere Personen vorgesehen. Auch ein Bodentrampolin kann sich Reinhard Baldauf vorstellen. Auf Anregung von Stadträtin Gabriele Huber werden neben den schon vorgesehenen Ruhebänken auch Tische mit in das Konzept aufgenommen.
Auch im Süden Schwabmünchens wird sich das Bild verändern. Die Firma Ritter wird, wie geplant ihre Produktionsstätte nach Osten erweitern. Dazu wurden die notwendigen Abgrabungen des Geländes genehmigt. „Es entsteht ein normaler Industriebau,“ erklärt Bürgermeister Lorenz Müller, „der aber auf das Stadtbild keinen großen Einfluss hat,“ so Müller weiter. Einzig vom Alpenzeiger sind die neuen Gebäude gut sichtbar. Ein Umstand, den die Verantwortlichen zwar bedauern, „aber der Alpenzeiger verliert vor allem durch das Langerringer Gewerbegebiet schon an Bedeutung,“ so der Bürgermeister.
Ein positives Fazit konnte Planer Christian Dobrindt nach der Regenerierung des Schwabmünchner Tiefbrunnens ziehen. Rund vier Tonnen Schlamm und Sand wurden dabei entfernt. „Es ist ein Wunder, dass die Pumpe noch funktioniert hat,“ stellt Dobrindt fest und belegt mit beeindruckenden Bildern und Videos die Verschlackung der Anlage. Durch die Wartungsmaßnahme, die zum ersten Mal seit der Inbetriebnahme 1988 erfolgt ist, ist die Förderleistung nun sogar besser als im Neuzustand – und das bei weniger Energieverbrauch.
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