Drei wollen auf den Chefsessel

Wer sitzt künftig im Chefsessel des Schwabmünchner Rathauses? Im kommenden März wird diese Frage geklärt.
Von Christian Kruppe
Schwabmünchen Die Kommunalwahl 2020 wirft immer mehr ihre Schatten voraus. Denn der Herbst vor der Wahl ist die klassische Zeit zur Aufstellung der Kandidaten. In Schwabmünchen sind fast alle Namen derer, die sich ab dem kommenden Jahr in der Kommunalpolitik engagieren wollen bekannt, einzig von der SPD fehlt noch die Liste der Stadtratskandidaten. Ihren Bürgermeisterkandidaten hingegen hat die SPD schon nominiert, ebenso wie die Grünen und die CSU. Die Freien Wähler verzichten auf einen Kandidaten. So gehen drei Schwabmünchner ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus.
Offiziell hat Margit Stapf von den Grünen als erstes ihren Hut in den Ring geworfen. Zusammen mit Hans Pfänder beendete sie vor sechs Jahren die grüne Abstinenz im Schwabmünchner Stadtrat. Nun will die 62-jährige mehr. Obwohl sie anfangs nie daran gedacht hatte. „Ich wäre im Leben nie auf die Idee gekommen, zu kandieren. Aber wir haben inzwischen einen starken Ortsverband mit jungen, tatkräftigen Mitgliedern. Das hat mich überzeugt“, so Stapf. „Zudem denke ich, dass es mehr Frauen und Grüne in der Politik braucht. Ich denke wir haben nicht mehr viel Zeit, das Ruder herum zu reißen um unsere Natur, unser Klima und unser Schwabmünchen zu erhalten“, ergänzt sie. Im Falle eines Erfolges von Margit Stapf gäbe es in Schwabmünchen gleich eine doppelte Premiere: Sie wäre die erste Frau und die erste Grüne im Bürgermeisteramt.
Zweiter im Bunde ist Konstantin Wamser von der SPD. Wamser ist wie auch Margit Stapf seit 2014 im Schwabmünchner Stadtrat – und würde wie Stapf bei einem Erfolg für eine Premiere sorgen: Er wäre der bis dato jüngste Bürgermeister Schwabmünchens. Bei seiner Nominierung sparte der 27-jährige nicht an Kritik mit der bisherigen Stadtpolitik. „Wir verzetteln uns zu sehr in Konzepten, die dann nicht umgesetzt werden“, kritisiert er. Dabei will er auch die Bürger mehr in die Entscheidungsfindung einbinden. Zu verhalten und passiv und mit zu wenig Mut, etwas anders zu machen sei ihm in den vergangenen Jahren gearbeitet worden. Wamser fordert mehr Kreativität bei der Problemfindung ein. „Daher müssen wir auch die Bürger mehr mitnehmen. 14000 Schwabmünchner können mehr Ideen entwickeln als wir 24 Stadträte“, gibt er vor.
Als Dritter – zumindest in Folge der Nominierungen – geht der amtierende Bürgermeister Lorenz Müller (CSU) ins Rennen. Für Müller wäre es die dritte Amtszeit. „Wir haben in Schwabmünchen in den vergangenen zwölf Jahren viel erreicht, aber soll so erfolgreich weitergehen“, so Müller. Man habe dafür gesorgt, dass es den Bürgern in Schwabmünchen gefällt, nun gilt es dafür zu sorgen, dass dies so bleibt“, ergänzt er. Dabei verweist Lorenz Müller auf die Zahlen, die den Schwabmünchner Erfolg belegen. Die Stadt ist derzeit fast schuldenfrei, bietet gut 5500 Arbeitsplätze und wächst weiter. Auch der Weg für die Zukunft ist klar. „Ich habe vor zwölf Jahren von meinem Vorgänger Hans-Joachim Neumann Gutes überlassen bekommen, dass wir mit ruhiger Hand weiterentwickelt haben. So möchte ich auch weiterarbeiten“, erklärt Lorenz Müller.
Für Schwabmünchen stehen spannende Zeiten an, nicht nur weil es drei Kandidaten für das Bürgermeisteramt gibt. Auch im Stadtrat wird es Bewegung geben, da einige Räte für die Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen werden.
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