Ein besonderer Geburtstag

Der SPD-Ortsvorsitzende Bernd Zeitler (links) übergibt das symbolische Straßenschild an Wolfang Lettenbauer.
 
Großes Interesse bei den Besuchern fand die Ausstellugn zur Geschichte der SPD
Von Christian Kruppe
Schwabmünchen Kane Tanaka war schon 16, als die Schwabmünchner SPD gegründet wurde. Tanaka gilt als derzeit ältester lebender Mensch der Welt. Einen solch stolzen Titel kann die politische Vereinigung in Schwabmünchen nicht vorweisen. Aber zumindest ist sie die älteste politische Gruppierung in Schwabmünchen. Dies galt es zu feiern. Dabei zeigt sich, dass die SPD trotz ihres betagten Alters immer noch am Puls der Zeit ist. Denn die Feier war alles andere als angestaubt und die SPD präsentierte ein frischen und flottes Programm. Kurze Ansprachen und eine interessante Ausstellung zur Geschichte waren der Kern der Feier, ein gemütliches Zusammensein mit der Gelegenheit zum Austausch rundeten das Ganze ab. Selbstredend gab es viel Lob für die Schwabmünchner Ortsgruppe. Bürgermeister Lorenz Müller (CSU) stellte dar, „dass die SPD Schwabmünchen maßgeblich mitgestaltet hat.“ Die stellvertretende Landrätin und Stadträtin Sabine Grünwald zeigte sich stolz „ein Teil der Schwabmünchner SPD zu sein“. Von der bayerischen SPD war Generalsekrätär Uli Grötsch sozusagen als „Stargast“ zur Geburtstagsfeier da. Grötsch verwies darauf, dass die SPD schon vor sechs Jahren, beim 150. Geburtstag der Bundes-SPD sich der Frage von Aussen stellen musste, „ob sie noch gebraucht wird.“ Eine Frage die sich nicht nur in Augen des Generalsekretärs nicht stellt. „Wir werden weiterhin gebraucht, in Bayern, Deutschland und Europa“, stellt Grötsch klar. „Vor allem in Europa ist die SPD die Leitfigur für die Sozialisten“, befindet Grötsch. Bernd Zeitler, Vorsitzender der Schwabmünchner SPD warf anschließend einen Blick zurück in die Geschichte der Schwabmünchner Genossen. Dabei musste er zugeben, dass ein genaues Gründungsdatum nicht wirklich vorhanden ist. „Ich halte es wie es viele Gemeinden auch machen und berufe mich auf die erste urkundliche Erwähnung“, erklärte Zeitler. Im Schwabmünchner Fall ist dies eine Erwähnung in Schwäbischen Volkszeitung, in der ein Treffen in Schwabmünchen angekündigt wurde. Zeitler erinnerte an einige interessante Details. So war Paula Hornung, die von 1948 bis 1962 im Gemeinde- bzw. Stadtrat saß, das erste weibliche Mitglied dieses Gremiums. 1952 stellte die SPD mit Dionys Bittinger zum ersten Mal einen Bürgermeister. Eine besondere Ehre gab es für Adolf Lettenbauer, der 1966 Bürgermeister wurde. In seiner Amtszeit prägte er Schwabmünchen nachhaltig. Das Jugendzentrum, die Partnerschaft mit Giromagny und vor allem die Leonhard-Wagner-Schulen zählen zu seinen Errungenschaften. Leistungen, die bei einem solchen Jubiläum passend gewürdigt werden sollten. Was auch passend umgesetzt wurde. So konnte Bernd Zeitler an Wolfgang Lettenbauer, Adolf Lettenbauers Sohn ein improvisiertes Straßenschild überreichen – das Original wurde nicht pünktlich geliefert. Denn im geplanten nächsten Baugebiet soll eine Straße den Namen des verdienten Bürgermeisters tragen. „Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen“, so Zeitler über das Geschenk, das noch gebaut werden muss.
Im Anschluss hatten die Gäste Zeit, selbst einen Blick auf die Geschichte der Schwabmünchner SPD zu werfen. Zusammen mit Sabine Sünwoldt und Maria Reichenhauer hat Bernd Zeitler eine kleine aber feine Ausstellung über die Geschichte der Partei erstellt. Die gab Gelegenheit, in Errinnerungen zu schwelgen, oder auch mal die Fotos auf den mit ausgestellten Wahlplakaten der vergangenen Jahre mit den heutigen Aussehen der Kandidaten zu vergleichen, was zum einen oder anderen Lacher führte.
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