Einen Baum für den IT-Bau in Schwabmünchen

Gerichtspräsdent Veh, Staatssekretärin Carolina Traunter, Justizminister Winfried Bausback, MdL Herbert Woerlein und IT-Chef Wolfgang Gründler bei der Baumpflanzung
 
So sieht es derzeit im Gebäude aus.

Überall hängen Kabel von der Decke, Baumaterial ist in den Fluren gestapelt irgendwo sind Handwerker beim Arbeiten zu hören. Noch ist nichts davon zu sehen, dass das ehemalige Amtsgericht in Schwabmünchen in ein paar Monaten ein hochmodernes Schulungszentrum sein soll.

Rund 2,2 Millionen Euro werden hier investiert, damit künftig die Angestellten der Bayerischen Justiz auf die Digitalisierung vorbereitet werden. Dazu entstehen drei Bereiche: Ein IT-Test-, ein IT-Sicherheits- und ein IT-Schulungszentrum. Neben der Aus- und Weiterbildung ist vor allem der Testbetrieb ein wesentliches Standbein. „Hier entstehen sogenannte Showrooms, in denen unter Anderem auch die angedachte Hardware getestet wird und dann die Mitarbeiter auch in diesen Räumen geschult werden können“, erklärt Justizminister Winfried Bausback, der sich am Mittwoch ein Bild vom Baufortschritt in Schwabmünchen machte. 32 Schulungsplätze werden in Schwabmünchen geschaffen. „Die Bandbreite reicht von eintägigen Kurzschulungen bis zu mehrtägigen Fortbildungen“, so Bausback.
Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller betrauert den „Verlust“ des Amtsgerichtes nicht mehr, auch wenn er eine emotionale Bindung dazu hatte, da er dort als Referendar tätig war. „Die Nutzung als IT-Zentrum bringt Schwabmünchen und der Region viel“, stellt Müller fest. Doch das Zentrum sorgt auch für ein gewisses Luxusproblem. Denn seit die Bildungsstätte des Roten Kreuzes in Schwabmünchen beheimatet ist, sind die Übernachtungsbetten in Schwabmünchen knapp. Nun wird der Bedarf weiter steigen. Lorenz Müller hofft, dass sich dieses Problem bald löst. „Wir arbeiten mit Nachdruck, ein weiteres Hotel nach Schwabmünchen zu bekommen“, erklärt Müller. Schon zweimal wurden Bauanträge für Hotels bewilligt, „doch wir müssen Investoren finden, die dies auch verwirklichen“, ergänzt er. Zwei Standorte kommen dabei wohl in Frage. „Die Jahnstraße war schon mal im Gespräch, aber auch die ehemalige Gastwirtschaft Krone ist eine Option. Aber bislang gibt es noch nichts endgültiges“, erläutert Müller.
Dass das IT-Zentrum nach Schwabmünchen kommt, ist auch Carolina Trautner zu verdanken, wie auch Loren Müller betonte. Die Staatssekretärin – damals noch Landtagsabgeordnete – hat sich sich schnell nach der Amtseinführung von Bausback an diesem mit der Bitte gewandt, die Zweigstelle zu erhalten. „Aber zur Weiterführung war das hier zu kleine“, so Bausback, „aber für das IT-Zentrum ist dieses Gebäude eine ideale Lösung.“ Auch Carolina Trautner ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Mit dem Schulungszentrum haben wir eine zukunftsweisende Nachfolgeeinrichtung bekommen.
Winfried Bausback war aber nicht nur zur Baustellenbesichtigung in Schwabmünchen. Im Zuge der Besichtigung pflanzte der Minister eine Linde in der Garten des ehemaligen Amtsgerichts. „Es gibt wenig Bäume hierzulande, denen eine größere kulturelle Bedeutung zugeschrieben wird als der Linde. Sie steht für Sicherheit, Wachstum, Zukunft und Nachhaltigkeit, so wie das Zentrum“, erklärt Bausback die Symbolik des Baumes der nun östlich des Gebäudes seine neue Heimat hat.
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