Haarige Spendenaktion

Frisörmeisterin Heike Leyer nimmt nochmals Maß, bevor ihre Kollegin die langen Haare abschneidet.
Schwabmünchen Eine haarige Veranstaltung hat am Samstag die Schwabmünchner Wasserwacht organisiert. Elf Frauen verschiedenen Alters spendeten ihre langen Haare dem Verein „Königinnen e.V.“.

Die Idee zu dieser Aktion hatte die 14-jährige Isabell Ringel. Zusammen mit ihren Eltern Tanja und Michael (Ortsvorsitzender der Wasserwacht Ortsgruppe Schwabmünchen) organisierte sie den ersten Schwabmünchner Haarspendetag. „Ich wollte meine Haare schon lange abschneiden. Ein Freund brachte mich auf die Idee, diese zu spenden“ , erzählt sie.

Dem Aufruf der Wasserwacht folgten am Samstag zehn Frauen. Sichtlich nervös verfolgten sie den Ausführungen der Langerringerin Sarah Eisenbarth, die mit ihrer Initiative „ECHT-Haarig“ die Zöpfe für KÖNIGINNEN e.V. sammelt und diese mindestens ein mal im Jahr persönlich nach Hamburg fährt. Im Anschluss berichtete Tanja Ringel, wie es sich anfühlt, die Haare abzuschneiden. Denn diese hat sie bereits am Vortag bei Heike´s Friseurteam gemacht und berichtete von den vielen Komplimente für ihre neue Frisur.

Auch Nadine und Lena Kruppe (9 Jahre), die ihre Haare bereits im letzten Jahr abschneiden ließen und spendeten sprachen den zehn Frauen Mut zu. „Ein wenig frisch und ungewohnt am Hals war es am Anfang schon, aber man gewöhnt sich dran. Wir lassen sie auch nicht mehr so lang wachsen, wir sind noch immer begeistert von unseren kurzen Haaren. Es ist auch praktisch denn zum Beispiel im Sommer im Freibad sind die kürzeren Haare pflegeleichter.“

So zogen sie guten Mutes von der Wasserwacht über sie Straße zum Friseursalon. Dort wartete bereits das Team um Heike Leyer, die extra für diese tolle Aktion am Samstag nach Geschäftsschluss da blieben, um den Spenderinnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Nochmal abgemessen und einer Beratung ging es ans Schneiden. Als die Frauen ihre zu Zöpfen geflochtenen, abgeschnittenen Haare in der Hand hielten waren alle erleichtert. Die tollen Haarschnitte zauberten ihnen auch wieder ihr Lächeln ins Gesicht. Neben den elf Freiwilligen gab es sogar noch weitere Spenderinnen, denn es wurden auch schon abgeschnittene Zöpfe mitgebracht.

Besonders freute sich Friseurmeisterin Heike über die Haare der ältesten Spenderin. Denn gerade für ältere Frauen, ist es schwer, eine passende Perücke zu finden, da die Haare von jungen Frauen meist unnatürlich passend zum Alter aussehen. Natürlich graue Haaren sind sehr selten und schwer zu bekommen und somit wertvoll.

„Da diese Aktion so gut ankam, werden wir sie auf jeden Fall wiederholen“ sagte Wasserwachtchef Michael Ringel und bedankte sich bei allen Spenderinnen und auch bei den Friseurinnen um Heike Leyer für ihren Einsatz.
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