Heiße Rhythmen trotz feuchter Tage beim Singolsand Festival

Der Zirkus Liberta war eine der Attraktionen beim Singoldsandkasten.
Eine doppelte Premiere feierte das Singoldsand-Festival in Schwabmünchen. Zum einen gab es mit dem Singoldsandkasten zum ersten Mal einen eigenen Tag der sich als voller Erfolg herausstellte. Weniger angenehm war der erstmalige intensive Auftritt des Regens beim Festival. Doch dies nahmen das Festival-Team wie auch die Gäste relativ sportlich. Denn immerhin waren es am Ende rund 10000 Besucher, die sich an den drei Tagen rund um die Geyerburg einfanden.

Und die bekamen einiges geboten. Der Singoldsandkasten entwickelte zum absoluten Familien-Magneten. Rund 1500 Gäste, so wird geschätzt kamen. So viele Kinderwägen und Picknickdecken hat Schwabmünchen vorher wohl noch nie auf einen Fleck gesehen. Und die sollten ihr kommen nicht bereuen. Im Sand der Strandbühne wartete ein großer Sandhaufen auf den Nachwuchs und überall auf dem Gelände sorgte der Kreisjugendring Augsburg-Land mit vielen Mitmachstationen für Abwechslung. Einzig die Regenpremiere am Abend sorgte für einen Stimmungsabfall, zum Konzert von „Unter meinem Bett“ waren nur noch 400 wasserfeste Besucher dabei.

Für den Freitag war der Wetterbericht ebenfalls wenig erfreulich, doch im Großen und Ganzen hielt das Wetter und so blieben nur wenige dem Festival fern. Denn das hatte einiges zu bieten. Neben musikalischen Höhepunkten wie John Garner, Klan, Blond, Bird Berlin, Monobo Son sowie Dicht und Ergreifend gab es für die Gäste auch auf dem Gelände viel zu entdecken. Das Dekorationsteam hat sich wieder einiges einfallen lassen und viele überraschende Objekte auf das Gelände gezaubert. Den vielleicht musikalisch besten Auftritt lieferte Monobo Son ab. Die Oberbayern erobern Schwabmünchen mit ihrem Sound und ihrer Energie im Sturm. Das tat schon zuvor Bird Berlin. Mit seiner extrovertierten Show sorgte das nur mit Badehose und Stulpen bekleidete Schwergewicht zuerst für staunende Gesichert und dann für viel begeisterten Applaus.

Nachdem der trockene Freitag Hoffnung auf einen ebensolchen Samstag schürte, war schnell klar, dass dies nicht der Fall sein würde. So erlebte Schwabmünchen seinen ersten Festivaltag im Dauerregen. Aber das tat der Stimmung wenig Abbruch. Die Besucher kamen zwar meist später als üblich, aber zu den großen Acts waren fast 4000 Menschen da. Auch am Regentag boten die Künstler auf den Bühnen ein tolles Programm. Lea Santee und Fil Bo Riva wurden ihrem Ruf gerecht, durchaus den großen Durchbruch schaffen zu können. Den hat Philipp Dittberner schon geschafft. Mehrfach in den Charts platziert war er der Star des Abends – und erfüllte die Erwartungen der Fans.

Am Ende waren alle, trotzt des Wetterpechs glücklich und zufrieden und blicken schon in Richtung 2019. „Wir werden jetzt noch Abbauen, dann ein paar Tage entspannen und dann kümmern wir uns um das kommende Jahr“, so Festivalleiter Konstantin Wamser. (ckr)
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