Iftar auf dem Schwabmünchner Festplatz

Die erste Veranstaltung des Türkischen Kulturvereins war ein allgemeines Fastenbrechen auf dem Festplatz. Im Vordergrund links der Vorsitzende Ali Kirmizi, daneben Hans Pfänder, gegenüber Margit Stapf (beide Stadträte in Schwabmünchen, Grüne) und Helmut Stapf (Gründungsmitglied des Türkischen Kulturvereins)

Schwabmünchen Ein Fastenbrechen (Iftar) war die erste Veranstaltung des neu gegründeten Türkischen Kulturvereins Schwabmünchen 2018 e.V.; der Einladung waren rund zweihundert meist türkischstämmige Gäste gefolgt. In familiärer Atmosphäre bot der neu gegründete Verein eine typisch türkische Mahlzeit mit Suppe, Reis, Fleisch, Salat und Nachtisch an. Dazu gab es Getränke, natürlich ohne Alkohol.

Der Vorsitzende des Türkischen Kulturvereins, Ali Kirmizi, erzählte von seiner Jugend in Schwabmünchen: Er sei der einzige türkische Junge in der Leonhard-Wagner-Schule gewesen. Ein Lehrer habe ihn unterstützt und ihm die deutsche Sprache beigebracht. Er lebe gerne in der Stadt und fühle sich in Schwabmünchen wohl. „Wenn ich dem anderen Respekt entgegenbringe, kann ich auch Respekt erhalten“, meinte er. Der Islam sei eine friedliche Religion, wie schon der Name sage. Gewalt mache alles kaputt. Er habe den Verein gegründet, um den türkischen Kindern die eigene Tradition nahezubringen, sie mit Leben erfüllen. Er möchte Kontakt zu Einheimischen knüpfen und pflegen, Sprachkurse und Hausaufgabenhilfe anbieten. Ihm sei es wichtig, dass türkische Einwohner sich nicht abkapseln, sondern die Sprache lernen und die deutsche Kultur kennenlernen. Schon ein Arztbesuch werde sonst zum Problem.
Von der deutschen Bevölkerung waren nur wenige gekommen, die Werbung hatte wohl nicht geklappt. Helmut Stapf, Gründungsmitglied des Vereins, sieht die Aktivitäten des türkischen Vereins als Mittel zur Förderung der Integration und gegenseitiger Unterstützung. Nach der Mahlzeit, die Kirmizi als kostenlose Dienstleistung des Vereins sah, saßen alle noch beim Tee gemütlich beisammen.
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