Jeder soll ein Engel für den Frieden werden

-Das Friedensgebet fafnd erstmals in der evangelischen Christuskirche statt. Die Musikalische Umrahmung übernahm der Chor Mosaik aus Schwabegg. Pfarrer Martin Kögel und Diakon Winfried Eichele spendeten gemeinsam den Segen.

Schwabmünchen Erstmals in der evangelischen Christuskirche fand ein ökumenisches Friedensgebet statt, organisiert von Pax Christi und einem kleinen ökumenischen Kreis und musikalisch umrahmt vom Chor Mosaik aus Schwabegg. Die gute Akustik in der Kirche, die treffende Liedauswahl und die ausgewählten Texte erfreuten die Besucher, brachten sie aber auch zum Nachdenken. Als Thema hatte Pax Christi in der Diözese Augsburg „Krieg 0.3“ gewählt.


Zu Beginn sang Elisabeth Schedler ein Lied von Hannes Wader über die Tragik eines jungen Soldatenlebens. Vom Chor Mosaik erklang „Imagine“ von John Lennon, der Text wurde zuvor von Agnes Zimmermann in Deutsch vorgetragen. Bei der Begrüßung erklärte Winfried Eichele den Begriff „Krieg 0.3“: Von herkömmlichen Waffensystemen (0.1) über Atomwaffen sei die Welt beim „Cyber-Krieg“ angekommen. Für Christen zähle noch der Mensch und der Traum, dass Frieden möglich sei. Pfarrer Kögel hielt die Ansprache zum Evangelium über die Gefangennahme Jesu. Mit schweren Waffen seien die Soldaten ausgezogen. Jesu Waffen dagegen seien Menschenliebe und Wahrheit. Er wollte den inneren Frieden bringen, damit auch in der Welt Friede werde. „Unser gesellschaftliches Zusammenleben liegt in unserer Hand: in Frieden mit Gott, mit den anderen und mit sich selbst ist der Himmel auf Erden“, zitierte er Landesbischof Heinrich Bedford-Strom. Christus wolle seine Macht nicht für den Krieg, sondern seine Engel für Frieden einsetzen - jeder könne ein Friedensengel sein. Auch die Mitglieder von Pax Christi, die nun ihr 30-jähriges Bestehen feiern, seien Engel für den Frieden. Christian Artner-Schedler las einen Text von Dietrich Bonhoeffer vor mit dem Tenor: Es gibt keinen Weg zum Frieden auf dem Weg der Sicherheit.
Elisabeth Schedler wies auf eine Unterschriftenaktion von Pax Christi hin, die ein neues Gesetz fordert, sodass nicht mehr 17-jährige Jugendliche für den Krieg ausgebildet werden dürfen. Im Jahr 2017 seien in Deutschland 2128 jugendliche Soldaten eingestellt worden.
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