Maskenparade beim Weiberfasching

Ohne Pause ging es rund am Weiberfasching des TSV Schwabmünchen.

Wer mitmachen wollte beim Weiberfasching des TSV Schwabmünchen musste sich sputen, denn zwei Wochen vor der Veranstaltung gab es bereits keine Karten mehr. Die Kostüme waren farbenfroh, einfallsreich und oft hatte sich eine Gruppe abgesprochen, was die Einzelne an dem Abend anziehen würde. Praktisch jede Besucherin war kostümiert – und Männer waren nicht zugelassen. Die verkauften die Karten oder standen an der Theke und bedienten.

Bereits im Foyer, aber vor allem im Saal, fielen die aufwendigen Kostüme der Besucherinnen auf: oft waren mehrere gleich verkleidet, wie die Skelette, Blumentöpfe, Kleopatras, Geishas, Dominosteine, Sternschnuppen, Hexen oder Hawaii-Mädchen. Einzelne kamen als Löwenzahn, Schmetterlinge, Eichhörnchen oder Wespen. Oft reichten Lockenwickler, eine bunte Perücke oder Farbe im Gesicht für das passende Outfit.
Das „Duo Grenzenlos“ sorgte für Stimmung, ging auf die Wünsche der Teilnehmerinnen ein und spielte bekannte Songs auch zum Mitsingen. Vom Zillertaler Hochzeitsmarsch über Bob-Fahren und Freestyle erlebten die Besucherinnen ein buntes Mitmachprogramm. Es wurde gehüpft, geklatscht und paarweise oder offen getanzt. Unter Anleitung von Karin Stuhler probierten einige auch den „Letkiss“. Die Tanzfläche reichte oft nicht aus, die Tänzer wichen auf die Gänge aus. Das Programm kannte keine Pause. Bei den zahlreichen Einlagen konnten sich die Tänzer immer wieder setzen.

Hochklassige Tanzgruppen aus den eigenen Reihen

Der TSV Schwabmünchen ist in der glücklichen Lage, aus den eigenen Reihen hochklassige Tanzgruppen und Gardemädchen auszubilden. So traten im Laufe des Abends die Menkinger Garde und die Jugendgarde auf, dazu vier Gruppen von Link2Dance über Dancetastik und Tanzsucht bis zu „Shapi´up“, einer Formation, die sich nach über zehn Jahren wiedergefunden hatte und jetzt wieder auf der Bühne steht. Sie alle boten hochklassigen Show-Tanz: tolle Kostüme, ausgefeilte Choreographie und perfekte Darbietung. Die Männer, die an der Theke bedienten, sorgten ebenfalls für eine Einlage: mit Cowboy-Hut lieferten sie eine gelungene Show und mussten sie gleich nochmal wiederholen. Die „Buronia Dreamboys“, ein fester Bestandteil des Menkinger Weiberfaschings, begeisterten mit ihrem Männer-Strip, diesmal in Polizei-Uniform - ein Grund, warum die Veranstaltung ab achtzehn war. Publikum und Akteure hatten sichtlich ihren Spaß.
Geli Kraus, Leiterin der Turnabteilung des TSV Schwabmünchen, hatte den Ball organisiert und schaute den ganzen Abendnach dem Rechten. Sie freute sich über die gute Stimmung und das volle Haus. Zwei Wochen zuvor hatte mit derselben Band, aber am Donnerstagnachmittag, unter ihrer Leitung das Kaffee-Kränzchen stattgefunden, das noch ein paar Besucherinnen vertragen hätte. Vielleicht entscheidet sich im nächsten Jahr die eine oder andere für diese Veranstaltung, wenn sie keine Karten mehr für den Weiberfasching bekommt.
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