Mit den SingGoldies von Abba bis Zuckowski

Großen Applaus ernteten die Sängerinnen des Dreiklangs, einem Chor im Chor der SingGoldies, zusammen mit der Leiterin Ingrid Jürges (links) für "Wilds Wossa" von den "See-er".
 
Damit die "goldigen Sängerinnen" verschnaufen können, moderierte Altbürgermeister Elmar Pfandzelter zwischen den Liedern und erzählte jedes Mal einen Witz.

Anspruchsvolles Chor-Konzert in der Krankenhauskapelle

Schwer mit der Hitze im Raum zu kämpfen hatten die vierunddreißig Sängerinnen und eine männliche Verstärkung und das Publikum in der vollbesetzten Krankenhauskapelle der Wertach-Klinik Schwabmünchen. Umso größer war die Leistung anzuerkennen, die die SingGoldies unter Leitung von Ingrid Jürges erbrachten. Dank der Moderation von Altbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Schwabmünchen, Elmar Pfandzelter, der die einzelnen Lieder und Komponisten vorstellte und jedes Mal einen Witz parat hatte, gab es viel zu lachen. Auch die Liedauswahl, von Popmusik über Schlager zu Kinderliedern, sorgte für ein abwechslungsreiches Programm.

Das Konzert begann mit einem Lied, das dazu einlud, still zu werden. Es folgten Songs von bekannten Komponisten, die Reihenfolge bestimmte das Alphabet. Gestartet wurde mit „I Have a Dream“ von Abba, „Wo meine Sonne scheint“ (deutsche Übersetzung von „Island in the Sun“ von Harry Belafonte) über „Only Time“ von Enya und „Über den Wolken“ von Reinhard Mey bis „Leben ist mehr als rackern und schuften“ (Rolf Zuckowski). Zweimal war der Dreiklang im Einsatz, eine Gruppierung innerhalb des Chors: „Heast es net“ von Hubert von Goisern wurde verstärkt durch Hermann Kraus; bei dem zweiten Lied im Dialekt, „Wilds Wossa“ von See-er, sang die Chorleiterin selbst mit.
Wer das Original kannte, war immer wieder überrascht, wie ein Chorsatz die Lieder verändert, teilweise interessanter gestaltet als den ursprünglichen Song. Es steckte viel Geschick dahinter, die Lieder auszuwählen und viel Arbeit, bis die Stücke in dieser Perfektion aufgeführt werden konnten. Wer die SingGoldies seit ihren Anfängen kennt, freut sich darüber, dass sie im Laufe der Jahre sicherer und „flotter“ geworden sind. Bei den zwölf Liedern, die auf dem Programm standen, waren besinnliche, fröhliche, temperamentvolle Songs dabei, bei "Heast es net" wurde sogar geflüstert. Erwartungsgemäß forderte das Publikum eine Zugabe. Die SingGoldies hatten ein weiteres Lied von Hubert von Goisern parat: „Weit, weit weg“ und – nachdem Günter Wölfle vom Krankenhaus-Förderverein nicht nur großes Lob (er bezeichnete sie als absolut professionell) an die Sängerinnen verteilt hatte, sondern auch Rosen – als zweite Zugabe ein englisches Lied über die Rose. Auch eine Flasche Likör hatte Wölfle mitgebracht, passend zum letzten Lied „Ein Likörchen für das Frauen-Chörchen“.
Das Besondere an den Sommerkonzerten in der Krankenhauskapelle stellt die Moderation von Elmar Pfandzelter dar. Mit seinen 94 Jahren ist er nicht mehr so schnell zu Fuß wie früher, doch sein Humor und Anekdoten aus seiner Zeit als Bürgermeister sorgen jedes Mal für einen fröhlichen Konzertablauf. Auch die Kranken in ihren Zimmern können das Konzert mithören. Am Schluss sprach Pfandzelter seine Hoffnung aus, dass die Gäste doch etwas ins Körbchen geben sollten. Die Hälfte bekomme der Chor, der Rest gehe an den Krankenhaus-Förderverein. Ein irischer Segensgruß begleitete die Konzertbesucher nachhause.
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