Schwabmünchen denkt über Nordostspange nach

Noch führt nur ein Feldweg westlich der Schienen vom Bahnhof nach Norden. Doch Schwabmünchen denkt über eine Entlastungsstraße an dieser Stelle nach
Die Idee ist schon fast zehn Jahre alt. Bereits im Laufe des Jahrs 2008 wurde eine parallel zur Bahnlinie verlaufende Entlassungsstraße im Nordosten Schwabmünchens angedacht. Damals sollte die Strecke aber östlich der Bahntrasse entlang führen. Da dies aber nicht die gewünschte Entlastung bewirkt hätte, wurde dieser Plan wieder verworfen. Da sich aber inzwischen Möglichkeiten ergeben haben, die Straße westlich der Bahnstrecke verlaufen zu lassen, wurde das Planungsbüro Modus Consult aus Ulm beauftragt, zu prüfen, wie sich eine Entlassungsstraße dort auswirkt. Michael Preuß von Modus Consult erläuterte das Ergebnis der Prüfung. Bei einer Trassenführung vom Bahnhof zur A30 im Norden würde der bisher belastete Bereich, vor allem Hochfeldstraße, Breitweg, aber auch Römerstraße und Augsburger Straße entlastet, da bis zu 8000 Fahrzeuge die neue Trasse nutzen könnten. Diese Option fand durchaus Anklang im Stadtrat, auch wenn es noch einige offene Fragen gibt. Bernd Zeitler (SPD) brachte hier vor allem die Kreuzung direkt nach dem Bahnübergang ins Spiel. „Wenn da nun 8000 Autos drüber sollen, entsteht Chaos“, prophezeite er. Dies bestätigte Planer Michael Preuß auch, stellte aber klar, dass es vorerst nur darum ginge, aufzuzeigen, wie sich die Entlastung darstelle. „Eine Planung der Knotenpunkte macht erst Sinn, wenn man die Straße bauen möchte“, stellt er klar. Josef Alletsee (Freie Wähler) wünschte sich eine bessere Darstellung der berechneten Entlastung. Letztendlich wurde beschlossen, dass die Planungsunterlagen an die Räte weitergeben und das Thema nochmals in den Fraktionen beraten wird. Eine Entscheidung, die auch Bürgermeister Lorenz Müller befürwortete. „Die Entscheidung ist wichtig, daher macht es Sinn, das Thema nochmals in den Fraktion zu beraten“, so der Bürgermeister.
Seit einigen Jahren wird in Schwabmünchen der fließende wie der ruhende Verkehr vom Kommunalunternehmen Verkehrsüberwachung Schwaben-Mitte überwacht. Petra Haupeltshofer legte in ihrem Bericht die Ergebnisse aus dem Jahr 2017 vor. Insgesamt wurde über einen Zeitraum von 215 Stunden Tempokontrollen durchgeführt und 184 Stunden in die Parkraumüberwachung investiert. Dabei wurden 1133 Tempo- und 2307 Parkverstöße festgestellt und geahndet. „Rekordhalter“ war ein Fahrzeug, dfass mit 96 Km/h in der Kaufbeurer Straße gemessen wurde.
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