Schwabmünchen steht so gut da wie nie

Festlich dekoriert und umrahmt von der Capella St. Michael fand der Neujahrsempfang der Pfarreiengemeinschaft Schwabmünchen im katholischen Pfarrzentrum statt.
 
Nach den Neujahrsansprachen der Pastoralratsvorsitzenden Elisabeth Schedler und Michael Würstle sowie von Pfarrer Martin Kögel und Erstem Bürgermeister Lorenz Müller gab es Leckereien aus der Küche der Ulrichswerkstätten.
Neujahrsempfang der Pfarreiengemeinschaft
Schwabmünchen

Wie in den Jahren zuvor hatte die Pfarreiengemeinschaft Schwabmünchen ins katholische Pfarrzentrum zum Neujahrsempfang eingeladen. Gekommen waren neben den vielen Musikern die Vorstände von Vereinen und Organisationen, Mitarbeiter der Stadt Schwabmünchen und der Wertachklinik und vor allem viele Ehrenamtliche. Das Catering hatten Mitarbeiter der Ulrichswerkstätten übernommen.

Die musikalische Umrahmung gestaltete in bewährter Weise das Orchester Capella St. Michael. Stefan Wagner, der Leiter des Orchesters, erwähnte, dass Chor und Orchester St. Michel und der Projektchor nach New York eingeladen worden seien, um in der Carnegie Hall das „Stabat Mater“ von Karl Jenkins aufzuführen.
Elisabeth Schedler und Michael Würstle, Vorsitzende des Pastoralrats Schwabmünchen, begrüßten die zahlreichen Anwesenden. Würstle ließ das vergangene Jahr Revue passieren: der heiße Sommer, der den Klimawandel anzeigte, Plastikmüll (er gab gleich Tipps, wie er vermieden werden kann), Beispiele gelungener Integration von Asylanten, die Landtagswahl, Klimmach als neues Mitglied der Pfarreiengemeinschaft, der Hoigarten im Mittelstetten, das gute Ergebnis der Sammlung der Sternsinger, neu gewählte Pfarrgemeinderäte, die Caritas - und auch die Freude, seine Kinder wachsen zu sehen. Schedler ließ die Anwesenden an Gedanken zu einem Buch von Erich Fromm teilhaben mit dem Titel „Haben oder Sein“. Sie wünschte den Anwesenden, ganz Mensch zu sein, beheimatet in Religion, ihrem Dorf oder ihrer Stadt, bei Familie und Freunden, im Beruf – in und auf dieser Erde.
Erster Bürgermeister Lorenz Müller zeigte sich überzeugt, dass Schwabmünchen etwas Besonderes sei. Den Deutschen, auch in Schwabmünchen gehe, gehe es so gut wie nie. Trotzdem steige die Unzufriedenheit, das soziale Klima werde immer kühler. Die Stadt versuche gegenzusteuern; sie habe 2018 kräftig investiert und beispielsweise kostenlose Gebäudeberatung angeboten und ein Nahmobilitäts-Konzept erstellt, die kleine Ostumgehung geplant und sich für bezahlbaren Wohnraum eingesetzt. Im schulischen Bereich sei die Schulsozialarbeit gefördert worden. Er sprach von der Digitalisierungsoffensive an der Grundschule und vom neuen Kurs „Schafkopfen“. Was die Wertach-Kliniken betrifft, so habe er finanzielle Unterstützung erreicht für künftige Hebammen, er freute sich über ein hochklassiges Ärzteteam und hochmotoviertes Pflegepersonal. Sein Einsatz gelte in 2019 vor allem gutem und gesundem Wasser. Er erwähnte auch das neue Hallenbad, das zu bestimmten Zeiten für die Öffentlichkeit zugänglich sein werde, das große Kulturangebot und das Kleinod der Stadt, den Luitpoldpark. Natürlich wurden auch der Umbau der Fuggerstraße und die Renovierung des Alten Rathauses angesprochen. Persönlich bedankte er sich für die Anteilnahme vieler Bürger nach dem Schicksalsschlag, den seine Familie erlitten habe.
Pfarrer Kögel verwendete als Thema für seine Ansprache die Jahreslosung 2019 „Suche den Frieden und jage ihm nach“. Kögel erklärte: „Gott erwartet, dass wir Frieden stiften mit den Möglichkeiten, die wir haben“. Er freute sich, dass in der evangelischen Gemeinde 2018 mehr Menschen getauft wurden als gestorben sind und brachte einige statistische Zahlen. Die Renovierung der evangelischen Christuskirche stehe an. Für die Erhaltung des außergewöhnlichen Gebäudes im Neubarock sei eine Million Euro geplant. Ab 2020 werde es sichtbar losgehen, meint er. Er schloss mit den Worten „Möge unser gemeinsames Bemühen um Frieden von Gott gesegnet sein“.
Stadtpfarrer Leutgäb bedankte sich bei all den fleißigen Helfern, die den Neujahrsempfang vorbereitet hatten. Nach einem gemeinsamen Lied wurde das Buffet eröffnet.
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