Schwabmünchner Kunstpreis 2019: Jung und musikalisch

Die Band Wunderwelt ist Schwabmünchens Kunst- und Kulturpreisträger 2019
 
Das Schlagwerk-Ensemble "Gran Cassa" bekam den Nachwuchs-Förderpreis des Kunst- und Kulturpreises.

Spannende Erwartung auf der einen Seite, kindliche Freude und Ungeduld auf der anderen. So präsentierten sich die beiden Preisträger des Schwabmünchner Kunst- und Kulturpreises am Abend der Preisverleihung.

Während die Vier von Wunderwelt, durchaus überrascht vom großen Rahmen der Verleihung, entspannt in der ersten Stuhlreihe vor der Bühne saßen, wirkten die Nachwuchsmusiker des Schlagwerk-Ensembles "Gran Cassa" durchaus aufgeregt. Das durften sie auch. Denn es gibt nicht viele im Alter von acht bis 18, die sich Kunstpreisträger nennen und mit ihrem Bürgermeister sowie einer Band mit Plattenvertrag auf der Bühne stehen dürfen.
Bürgermeister Lorenz Müller zeigte sich stolz darüber, auf welch hohem Niveau nicht nur die beiden Preisträger agieren: "Auch wenn die Entscheidung für die beiden Preisträger einstimmig war, war sie doch knapp. Das beweist das große Können aller 14 Künstler, die sich um den Kunstpreis beworben haben." Damit bestätigt Müller die Aussage von Jurorin Susanne Reng. "Kommt man als Außenstehender in die Stadthalle Schwabmünchen und erlebt das Vorspiel von 14 Teilnehmern aus den Bereichen Literatur, darstellende Kunst und Musik, ist man überwältigt von der kulturellen Vielfalt und dem hohen Niveau der Darbietungen", so die künstlerische Leiterin des Jungen Theaters Augsburg.

"Sofort ist uns die hohe Professionalität aufgefallen." 

"Wunderwelt kam als letzter Beitrag auf die Bühne", erinnert sich Reng. "Sofort ist uns die hohe Professionalität aufgefallen.". Doch das war nicht das Einzige, mit was Wunderwelt Eindruck hinterließ. Die Einheit der Band mit der herausstechenden Frontfrau Melissa Rohrer, die selbst geschriebenen Texte und der groovige Sound - dieses Paket sorgte am Ende für das einstimmige Votum von Reng und ihren Mitjuroren Georg Alkofer und Alfons Brandl.
Ähnlich ware es auch mit dem Schlagwerk-Ensemble "Gran Cassa". Die Kooperation der Musikschule Langerringen und der Stadtmusikkapelle Schwabmünchen unter Leitung von Matthias Mercineri hinterließ bei den Juroren einen bleibenden Eindruck. "Die große Bandbreite der Musiker und deren altersgerechter Einsatz, der dafür sorgt, dass die Jüngeren beim Musizieren von den Älteren lernen, gefiel der Jury, ebenso wie die Art und Weise, mit der Matthias Mercineri sein Ensemble dirigiert. "Wir schauen Herrn Mercineri gern beim Dirigieren zu, seinen akzentuierten Handzeichen, seinen klaren körperlichen Impulsen. Das Feuer seiner Liebe zur Rhythmik scheint sich direkt auf die Kinder und Jugendlichen zu übertragen", erklärt Jurorin Susanne Reng.
Auch Herbert Jauchmann, Vorsitzender der Raiffeisenbank Schwabmünchen, zeigte sich von den Fähigkeiten der beiden Preisträger begeistert: "Da fällt es leicht, Sponsor zu sein. Wenn so etwas in der Region entsteht und Nachahmer findet, dann ist man gerne bereit das Geld bereit zu stellen." Die Raiffeisenbank dotiert den Kunstpreis mit 2000 und den Förderpreis mit 500 Euro.
So hart die Arbeit für die Jury war, so angenehm war der Abend in der Stadthalle. Vielleicht lag es auch an der Jugend der Künstler, die laut Bürgermeister Lorenz Müller "viel Staub aufgewirbelt haben", dass dieser bedeutungsvolle Abend kurz und frisch wirkte. Dafür sorgte auch Museumsleiterin Sabine Sünwoldt mit einer lockeren Vorstellung der Preisträger, die vieles über die Künstler offenbarte.
Die Bedeutung des Abends und auch des Preises zeigte allein schon die Anwesenheit nahezu aller bisherigen Kunstpreisträger, des fast kompletten Stadtrates und dem frisch gebackenen Ehrenbürger Karl Vogele.
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