Schwabmünchner Narren starten in die Saison

So sieht der Menkinger Faschingsorden für die Saison 2018/19 aus.
Einige Sekunden hielt Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller stand, dann ergab er sich der Übermacht der Menkinger Narren und lies sich den Rathausschlüssel entreißen. Von nun an haben die Narren in Schwabmünchen das Sagen. 114 Tage, zwölf Stunden und 49 Minuten, um genau zu sein. Ihr Programm? Spaß, Freude und Unterhaltung.
Ob sie sich auch ihrer Verantwortung stellen, und am Dienstag zur Stadtratssitzung erscheinen, ließen sie noch offen. „Einer muss aber kommen“, stellt Bürgermeister Lorenz Müller mit einem Augenzwinkern klar, wissend, dass Schwabmünchens Obernarr Uli Weißenbach auch Stadtrat ist. Einem sich durch die Machtübernahme der Narren bietenden Urlaub bis Anfang März zeigte sich Müller grundsätzlich nicht abgeneigt. „Ich bin mir sicher, dass auch die Narren immer zum Wohle der Stadt entschieden würden“, sagte der Bürgermeister. Trotzdem wird er die Geschäfte der Stadt auch nach der Übernahme weiterführen. Auch weil die Narretei scheinbar nicht nur zur Faschingszeit ihr (Un)wesen treibt: „Wenn man sich ansieht, wie lange gewisse Bauanträge brauchen, könnte man sowieso meinen, dass die Narren immer an der Macht sind“, sagte der Bürgermeister.
Obernarr Uli Weißenbach hätte sogar ein Programm für die närrische Regierungszeit parat. „Viel Spaß, viel Feiern“, lautet dies. Wobei er auf eine Vorübergehende Änderung des Ortsnamens in „Menkingen“ verzichten würde. Baustellen gäbe es genug – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit Blick auf die Lautstärkenproblematik beim Alten Rathaus stellt er fest: „300 Menkinger ham da Platz und jetzt gib acht, denn wenn die alle auf oinmol hoimgehen mitten in der Nacht, soll´s so laut werden, dass alles kracht. Das Landratsamt errechnet sehr penibel, es ist viel zu laut, genau um einen Dezibel. Nur dass ein jeder weiß und auch begreift, 40 Db sind´s wenn ein Vogel pfeift. Drum des Menkis Lösung und oberstes Gebot, wenn´s Hoim geht, pfeift´s oder es gibt Redeverbot.“
Präsentiert wurde auch der neue Faschingsorden der Menkinger Narren, er ist eine Würdigung eines lokalen Radiosenders RADIO SCHWABMÜNCHEN. Neben der humorigen Ansprache des Obernarren und dem Kampf um den Rathausschlüssel zeigte auch die Minigarde, dass sie schon bereit für die neue Saison sind. Die Mädels legten sich so sehr ins Zeug, dass eine der Jacken riss. Aber das soll die Nachwuchstänzerinnen nicht weiter stören, denn Uli Weißenbach konnte gute Nachrichten überbringen: „Neue Kostüme für die Minigarde sind schon in Auftrag gegeben.“

Faschingstermine 3. Februar Gardetreffen, 8. Februar Teenie-Fasching, 22. Februar Narrenabend, 2. März Narrenabend, 5. März Faschingsumzug mit Kehrausparty.
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