Schwabmünchner Sternsinger sammeln 275.000 Euro für Schule in Uganda

Über einhundert Personen hörten den Vortrag von Pfarrer Joachim Mugalu über Uganda und die Schule auf seineer Heimatinsel Buvuma. Viele wollten sich persönlich bei ihm verabschieden.
 
Die Kinder der Primary School auf der Insel Buvuma gaben Pfarrer Joachim Mugalu für die Sternsingergruppen eine "Danke-schön"-CD als Geschenk mit.

Seit 2007 unterstützen die Sternsinger das Schulprojekt auf der Insel Buvuma. Pfarrer Joachim Mugalu, der alljährlich im August die Urlaubsvertretung in der Pfarreiengemeinschaft Schwabmünchen übernimmt, erzählte nun aus seinem Heimatland Uganda und berichtete über das Schulprojekt. Über einhundert Personen hörten den mit zahlreichen Fotos begleiteten Vortrag.

„Es ist schön, wenn man weiß, wohin die Gelder gehen“, sagte Stadtpfarrer Christoph Leutgäb. Gemeint waren die Spenden der jährlichen Sternsinger-Aktion der Pfarreiengemeinschaft; von dem Geld war in der Heimat von Pfarrer Mugalu, der Insel Buvuma im Viktoriasee in Uganda, eine Internatsschule errichtet und seitdem unterstützt worden.

Erst seit 1992 ziehen auch in Schwabmünchen Kinder und Jugendliche, als Könige verkleidet, durch die Straßen und sammeln Spenden für Kinder in Not, erzählt Xaver Knoll, der die Aktion leitet. Davor seien Kaplan und Mesner in die Häuser gegangen, um den Segen anzuschreiben. Die neue Gemeindereferentin Christine Keppeler habe ab 1989 die Einführung der bundesweiten Sternsingeraktion in die Wege geleitet.

Pfarrer Mugalu zeigt Bilder und bedankt sich mit einer CD

Nach ihrem Weggang habe ein Team die Organisation übernommen. Jedes Jahr stehe Knoll vor der gewaltigen Aufgabe, achtunddreißig Gruppen zusammenzustellen und auszurüsten. Noch könne das gesamten Stadtgebiet einschließlich Schwabegg und Mittelstetten abgedeckt werden. Bisher seien 700 000 Euro an Spenden eingegangen, die anfangs an das Kinderhilfswerk gingen. Ab 2000 habe die Pfarrei selbst bestimmen dürfen, wohin die Gelder gehen sollen. Seit 2007 unterstützen die Sternsinger mit inzwischen 275 000 Euro das Schulprojekt auf der Insel Buvuma.

Mugalu brachte hierfür den Dank der Kinder und Eltern mit. Mugalu beschrieb Uganda, zeigte Landkarten von Afrika und Bilder vom Bau der Schule, Fotos von der Hauptstadt Kampala mit der berühmten Kathedrale und seiner Wirkungsstätte seit fünfunddreißig Jahren, dem Priesterseminar, der alten Fähre (dem einzigen Verkehrsmittel, um auf die Insel zu gelangen) und einem Gesundheitslager, das kostenlos Medikamente abgibt. Buvuma sei eine der ältesten Pfarreien in Uganda, 1901 von französischen Missionaren gegründet. Die Pfarrei umfasst 270 Quadratkilometer oder 55 Inseln.

Internat spart einen Schulweg von bis zu zehn Kilometern

Die Schulanlage besteht aus vier Klassenzimmern, Kindergarten, Verwaltungsgebäude, Bibliothek und zwei Häusern mit Wohnungen für die dreizehn Lehrer (nur sieben davon werden seit 2018 vom Staat bezahlt), Solaranlagen, Schlafsälen für Mädchen und Jungen (mit Betten, Matratzen und Moskitonetzen) und dem großen Wassertank. Der Schulweg betrage, auch schon für Fünfjährige, fünf bis zehn Kilometer, deshalb sei ein Internat angegliedert. Die Schüler essen Kochbananen, Maisbrei, Reis, Tomaten, Süßkartoffeln, Bohnen und anderes Gemüse, Fisch nur selten, Fleisch wäre zu teuer.

Die Kosten von 10 bis 15 Euro pro Semester könnten die Kinder nicht aufbringen, so habe die Schule eine Einnahmequelle gefunden: Fische züchten. Die Schüler haben acht Käfige, und nach acht bis zehn Monaten seien die Tilapias so groß, dass sie verkauft werden können.

Mugalu wünsche sich für die Schule einen Solarkocher (noch wird dort mit Holz gekocht), neue Module und Batterien für die Solaranlage und der Sportplatz müsse renoviert werden. Pfarrer Mugalu bedankte sich nochmals dafür, dass die Spende der Sternsinger den 400 Schülern und 90 Kindergarten-Kindern eine Zukunft ermögliche. Von der Schule hatte er CDs mit Liedern des Schulchors mitgebracht mit dem Titel „Dankeschoen“.
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