Viele Ehrenamtliche beim Neujahrsempfang

Im festlich geschmückten Pfarrzentrum St. Michel fand der traditionelle Neujahrsempfang von Pfarreiengemeinschaft und Stadt Schwabmünchen statt.
 
Pfarrer Martin Kögel, Stadtpfarrer Christoph Leutgäb, Erster Bürgermeister Lorenz Müller und Michael Würstle (Pastoralratsvorsitzender) stoßen auf das Jahr 2018 an (von links).
Schwabmünchen

Der Neujahrsempfang der Stadt Schwabmünchen, zu der die Pfarreien-Gemeinschaft Schwabmünchen eingeladen hatte, begann mit der Abendmesse in der Stadtpfarrkirche. Für die geladenen Gäste schloss sich ein Empfang im großen Saal des Pfarrzentrums St. Michael an. Die musikalische Umrahmung übernahm traditionsgemäß das Orchester „Capella St. Michael unter Leitung von Chorregent Stefan Wagner mit modernen Orchesterarrangements, darunter die Uraufführung des Stücks „Menkingen Highlights“ von Joachim Knauer. Erstmals hatten das Büffet nicht Mitarbeiter der Pfarrei sondern die Ulrichswerkstätten vorbereitet.

In seiner Predigt beim Gottesdienst ging Stadtpfarrer Christoph Leutgäb auf das Evangelium ein, bei dem zwei Jünger aufgrund eines Hinweises von Johannes dem Täufer Jesus gefolgt waren. Christ werde man nicht nur durch die Taufe, es brauche Offenheit und Neugier, den Schatz des Glaubens zu entdecken. Wie die Jünger sollten Christen sich Lehrer suchen, denen sie Fragen stellen und die ihre Glaubensfragen beantworten könnten. In unserer Zeit scheine Glaube zur Privatsache geworden zu sein. Leutgäb schlug vor, über den Glauben zu reden und sich gegenseitig zu ermutigen.
Beim Empfang im Pfarrzentrum begrüßten Stadtpfarrer Leutgäb und Pastoralratsvorsitzender Michael Würstle den Ersten Bürgermeister der Stadt Schwabmünchen, Lorenz Müller, sowie die Stadtratsmitglieder und den Pfarrer der evangelischen Christusgemeinde, Martin Kögel, mit der Vertrauensfrau des evangelischen Kirchenvorstands, Petra Keßler. Willkommen geheißen wurden die Vertreter des Krankenhauses, der Firmen, Vereine und Verbände, der Feuerwehr, des Roten Kreuzes, der Schulen und Kindergärten, der Caritas und die zahlreichen Ehrenamtlichen der Pfarrei und Ehrenbürger Elmar Pfandzelter.

Applaus für Ehrenamtliche und deren Unterstützer

Der Priester hatte eine Platte mit zwei ineinandergreifenden Rädern mitgebracht. Um die Räder am Laufen zu halten, brauche es Öl - das stelle das Ehrenamt für die Gesellschaft dar, die ohne diese Menschen, die sich über ihre Pflicht hinaus einsetzen, nicht funktionieren würde. Jeder Dritte in Deutschland bringe diese wertvolle Arbeit ein. Er lobte auch die Firmen, die Ehrenamtliche unterstützen und Institutionen, die ihren finanziellen Beitrag dafür leisten, wie die Stadt Schwabmünchen, Banken, Firmen und Privatleute und bat um Applaus.
Bürgermeister Müller dankte der Pfarrei für die Ausrichtung des Neujahrsempfangs. In einem kleinen Rückblick zeigte er die positive Entwicklung der Stadt auf: über fünftausend Beschäftigte, finanziell stehe die Stadt sehr gut da, es gäbe Frieden und Sicherheit. Und trotzdem wachse die Unzufriedenheit. Der Nationale Wohlstandsindex, NaWI genannt, zeige, dass Konsum die Zufriedenheit zerstöre. Die Menschen hätten Angst, etwas zu verlieren. Dabei wiege gutes Zusammenleben mehr als materieller Wohlstand. Müller zählte die Leistungen der Stadt auf (ein neues Gewerbegebiet, kontinuierlichen Breitbandausbau, Investitionen in Schulen und Freizeitangebote für Familien wie den Wasserspielplatz im Park, den Bau neuer Kindergartenräume und die Sanierung bestehender Kindergärten, Schaffung neuen preiswerten Wohnraums beim ehemaligen Altenheim, Unterstützung kultureller Angebote). Der Bürgermeister erwähnte Überlegungen zu einer Ostumgehungsstraße und ein Radwegekonzept, bei dem sich die Bürger beteiligen sollen, aber auch das Mammutprojekt „Altes Rathaus“, eine Investition von fünf Millionen Euro, deren Umsetzung in nächster Zeit zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führen werde. Auch das Dorfgemeindehaus in Schwabegg und die Unterstützung der Feuerwehren sprach er an. Müller meinte, dass der „MeWI“, der Menkinger Wohlergehens Index, weit über dem Landesdurchschnitt liege.
Pfarrer Kögel ging bei seiner Ansprache auf die gängige Floskel „Hauptsache gesund“ ein. Früher oder später verliere jeder seine Gesundheit, was dann? Gott liebe jeden Menschen und nehme ihn an, wie er ist. Als Schlusswort wünschte Pfarrer Kögel: „Ob gesund oder krank, Hauptsache angenommen und geliebt, auch 2018!“
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