Vielseitiges Programm mit Überraschungen

Hochklassige Künstler trugen zu dem Erfolg des Konzerts Junger Talente bei: Solistin Lisa-Maria Günther (Violine) und Markus Göppel (Klavier), mitten im Orchester Dirigent Wolfgang Scherer.
 
Erfolgreiche Musikerin und Sportlerin: Preisträgerin Luisa Schilling aus Neusäß mit einer Tarantella von J .K. Mertz.
Schwabmünchen

Hochklassige Künstler, viel Humor, ein wenig Varieté, wenig Unterbrechungen und so manche Überraschung erlebten die Besucher der Konzerte Junger Talente in der Stadthalle Schwabmünchen. Zahlreiche Preisträger, talentierte Kinder und Jugendliche und die fröhliche Schar der Mitglieder von „Beathof“ sorgten für ausgezeichnete Unterhaltung. Wolfgang Scherer stand nicht nur als Dirigent des Orchesters auf der Bühne, sondern spielte auch mal die erste Geige oder Akkordeon. Seine Frau Monika moderierte souverän, sie informierte über die Musiker und die Komponisten, wusste aber auch über ihren Mann so einiges zu berichten. Ohne Mühe überbrückte sie Umbauzeiten mit erfrischenden Bemerkungen. Durch die Überreichung einer gelben Rose an die Künstler gleich nach dem Auftritt durch den Vorstandsvorsitzenden der Raiffeisenbank Schwabmünchen, Günther Wölfle, wurde das Programm gestrafft. Dafür gab es eine Einlage vor der Pause, die nicht im Programm stand.

Sophia Straub aus Diedorf eröffnete das Konzert mit ihrer Garklein-Flöte. Das Stück hatte sie selbst komponiert. Gewaltig klang danach „Starwars“ von John Williams. Bereits im ersten Teil des Programms traten die großen und kleinen Akteure von „Beathof“ aus Leitershofen und Großaitingen auf, die Kleinsten waren gerade mal vier Jahre alt. Die blauen Mützen habe die 85-jährige Mutter von Monika Scherer gestrickt, wie die Moderatorin erzählte. Das Stück „Billie Jean“ wurde so umgeschrieben, dass jeder einzelne Teilnehmer nach seinem Vermögen mitmachen konnte. Die Freude der jungen Musiker war ihnen dabei anzusehen. Verschiedene Ensembles von „Beathof“ und die vielseitige Künstlerin Elisabeth Fuchs unterhielten das Publikum mit Live-Musik der 20-er Jahre; dazu tanzten Paare vom Hep Cat Club, Augsburg. Stimmung in den Saal brachten Theresa Nitzsche (Gesang) und „Backblech“ (Felix Linsmeier, Robert Altheimer, Christian Linke und Nico Weber). Ein Erlebnis bot Markus Göppel aus Schwabmünchen am Klavier; er spielte die sehr anspruchsvolle Etüde in Des-Dur von Franz Liszt. Bereits vor seinem Auftritt spazierten drei Kinder auf die Bühne und lauschten mucksmäuschenstill seinem Spiel. Danach zeigten Leila, Elisa und Ferdinand Nadjafi aus Bobingen, zwölf, neun und fast sieben Jahre alt, dass man auch zu dritt auf einem Klavier spielen kann. „Sehnsucht nach der Heide“ hieß das Stück von Alois Gieron aus Bobingen; zwei Jahre von dessen Tod hatte Wolfgang Scherer die Noten bekommen und nun das Stück wiederaufgeführt, mit Lisa-Maria Günther, 1. Bundespreisträgerin „Jugend musiziert“ aus Türkheim, als Solistin.

Jugendliche Künstler zeigen großartige Leistungen

Begeistert klatschte das Publikum nach dem Auftritt der erst 12-jährigen Sophia Thumm. Eine großartige Leistung zeigte Tizian Warisch, 14 Jahre alt, am Xylophon. Beim Publikum ebenfalls gut an kam der Gesang der 17-jährigen Schülerin Yvonne Weimann aus Konradshofen, die zwei Lieder vortrug. Ein Stück aus dem Musical „Die Päpstin“ trug Bianca Steinbusch vor; sie hatte den Bundespreis in der Sparte Musical erhalten. Theo Kollross, geboren 1999, hatte ein Stück für Soloklavier und Orchester komponiert und ermöglichte den Besuchern des Konzerts, bei der Uraufführung von „Shapes and Colors“ dabei zu sein.
Kinder auf Einrädern, Jongleure, Ballkünstlerinnen und Turngruppen brachten Farbe in den Saal: das Zirkusprojekt LEWAZi, bei dem alle drei Schulzweige der Leonhard-Wagner-Schulen Schwabmünchen beteiligt sind, zeigte ein nicht perfektes, aber sehr unterhaltsames Programm. Daniele Joas schmetterte Lieder von verschiedenen italienischen Komponisten zu den Aufführungen der Schülerinnen und Schüler. In Tracht und mit Akkordeon erschien Wolfgang Scherer auf der Bühne, um die Geschwister Günther aus Türkheim bei ihrer Bayerischen Danzlmusik zu begleiten. Vor der Pause tauchten zwei Friseurinnen auf der Bühne auf und hatten vor, einem Mann die Haare zu schneiden, solange das Orchester den „Barbier von Sevilla“ spielt. Sie hatten es nicht geschafft, er musste „nachbehandelt“ werden – er war noch voller Schaum.
Das Stück „Demons“ von den „Rebels oft he Jukebox“ bildete den letzten Programmpunkt. Die Mitglieder der Gruppe, Carolin Rieger, Benjamin Bernotat, Bernhard Magg und Johannes Göppel, wollen 2019 auf Deutschlandtour gehen und laden ein, sich jetzt schon auf der Internetseite zu informieren. Zum „Rausschmiss“, wie Monika Scherer es bezeichnete, spielte das Orchester nach fast dreieinhalb Stunden Konzert als Zugabe einen Marsch.Der Erlös aus den Eintrittskarten der beiden Konzerte geht an die Karte der Not, für die Musikerinnen und Musiker gab es im Foyer die Möglichkeit  zu spenden.
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