Weihnachtskantate fand großes Interesse

Rheinbergers Weihnachtskantate "Der Stern von Bethlehem" kam beim Publikum sehr gut an.
Schwabmünchen

Die Stadtpfarrkirche St Michael war nahezu voll besetzt, als Chor St. Michael und Projektchor sowie Orchester Capella St. Michael unter Leitung von Stefan Wagner den „Stern von Bethlehem“ von Josef Gabriel Rheinberger aufführten. Als Solisten wirkten Hermine Eicke (Sopran) und Wolfgang Wirsching (Bariton) mit.

Zu Beginn der Veranstaltung verriet Chorregent Stefan Wagner den bis zu sechshundert Besuchern einige Details zu Rheinbergers Weihnachtsoratorium. Die Textvorlage zum Stück habe seine Frau Fanny von Hoffnaaß geschrieben. Die Komposition stamme aus dem Jahr 1891; die Uraufführung habe der Musiker nicht selbst erleben können, da seine Frau zur gleichen Zeit im Sterben lag. Er habe die Weihnachtskantate nie selbst gehört.
In neun Sätzen erzählt die Kantate zunächst die Erwartung des Heilands, im zweiten Satz von den Hirten. Sopranistin Hermine Eicke ist der Engel im dritten Satz – gewaltig stimmt der Chor ins Halleluja ein. Wolfgang Wirschings Bass-Solo erklingt im vierten Satz. Der Chor übernimmt den fünften, die Anbetung der Hirten. Dramatisch beschreibt der sechste Satz die Suche der drei Weisen aus dem Morgenland. Die Anbetung der Weisen wurde von drei männlichen Solisten gesungen. „Stille ists im heil´gen Raum“, so begann der Text Marias, gesungen von der Sopranistin. Der neunte und letzte Satz stellte zunächst eine Wiederholung des Anfangs der Kantate dar, endet dann aber mit „Frohlocke, Welt“ und einem kräftigen „Alleluja“. Das Publikum bedankte sich mit anhaltendem Applaus. Bei der Zugabe durften die Besucher selbst mitwirken: Mit Chor und großem Orchester erklang das bekannte Lied „Nun freut euch, ihr Christen“, ein schöner Abschluss eines großartigen Konzerts.
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